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Harry Potter und der Stein der Weisen

Als Jugendlicher stöberte ich des Öfteren in meiner Lieblingsbuchhandlung herum. Eine mir bekannte Verkäuferin empfahl mir damals die Buchreihe Harry Potter, die wohl DER Renner zu sein schien. Ich las den Klappentext und entschied mich dafür, die ersten Bände mitzunehmen. In allen Medien war von Harry Potter die Rede. Ein Hype entstand. Da ich manchmal Bücher kaufe und sie erstmal in die Ecke lege, geschah dies auch mit dem ersten Band der Harry Potter Reihe. Dies sollte sich ändern.

Zum Thema Hype ein kleiner Einschub: Wenn bei irgendetwas ein Hype entsteht, sei es ein Buch, ein Videospiel, ein Film, Musik oder sonstigem, ist es jedermanns Entscheidung, wie man damit umgeht. Ich lasse mich davon wenig beeindrucken. Wenn mich etwas interessiert, lese, spiele, höre ich es. Wenn es mich nicht interessiert, eben nicht. Nur weil gehypt wird, hält es mich nicht davon ab, mich darüber zu informieren. Warum ich dies schreibe? Nun, viele sagen, dass der Hype auf die Nerven geht und man es deswegen ignoriert. Ich meine, wenn man etwas ignoriert, kann einem etwas ganz schön Tolles durch die Lappen gehen. So im Falle dieser Buchreihe.

Harry Potter und der Stein der Weisen Irgendwann, nachdem Harry Potter und der Stein der Weisen einige Zeit in der Ecke lag, wagte ich mich daran, das Buch zu lesen. Was soll ich sagen? Es zog mich immer und immer mehr in den Bann. Wie Harry bei den fiesen Dursleys lebt und ein tristes Dasein führt, um dann an seinem elften Geburtstag von Hagrid, dem Wildhüter, aus seiner Realität gerissen wird um auf der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei zum Zauberer ausgebildet zu werden. Was dort passiert, wisst Ihr selbst oder könnt es selbst nachlesen.

Das faszinierende an diesem Buch ist, dass es jeden, der Fantasy bzw. solcher Art Bücher mag, in seinen Bann ziehen kann. Man will unbedingt wissen, wie es weitergeht, welche Eigenartigkeiten sich die Autorin Joanne K. Rowling noch so ausgedacht hat und was es mit dem Stein der Weisen auf sich hat. Der erste Band der siebenteiligen Reihe baut die Welt, in der Harry Potter spielt, langsam und stetig auf. Charaktere wie der Schulleiter Albus Dumbledore, verschiedene Lehrer und Orte werden vorgestellt. Man taucht in eine wirklich ganz eigene Welt ab, in der die Zauberbank Gringotts von Kobolden geführt wird, das Gleis 9¾ im Londoner Bahnhof King’s Cross existiert und der Hogwarts-Express von dort alle Schüler in das Internat transportiert. Die Fantasie der Leser wird beflügelt und man fühlt sich wohl beim Schmökern.

Somit ist für mich der erste Band ein wirkliches Vergnügen gewesen. Toll geschrieben, sehr atmosphärisch, dicht und spaßig und ein Lesegenuss vom Feinsten. Uneingeschränkte Empfehlung von mir.

Nicht nur viele Buchrekorde wurden mit der Reihe gebrochen, nein, auch viele Kindern, Jugendliche und Erwachsene wurden wieder mehr zum Lesen gebracht – einige sogar aus der Legasthenie befreit. Rowling hat mit dieser Geschichte einiges bewegt und etwas geschaffen, was noch eine lange Zeit in den Zimmern der Kinder und Jugendlichen und eben auch Erwachsenen für Freude sorgen wird. Ich liebe diese Buchreihe und kann behaupten, dass es das Beste ist, was ich bisher gelesen habe. Und noch mehrmals lesen werden.

Rock on
Do

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Kleine Helden

Kleine Helden - Das Kartenspiel Kleine Helden – ein Kartenspiel.
Mittlerweile ist Kleine Helden zu einem meiner Lieblings-Gesellschaftsspiele geworden. Entworfen wurde das Spiel von Malte aus dem Siepen und illustriert von Laura aus dem Siepen.
Gegen Malte durfte ich sogar auf der SPIEL 2008 mit meinem Cousin eine Partie spielen – bei der Malte und ich gleichzeitig aufgrund eines Gegenangriffs gewannen. Aber kommen wir mal zur Spielbeschreibung.

Kleine Helden, Kleine Helden 2 – Verstärkung und Kleine Helden – Schurken & Halunken sind Kartenspiele aus dem Bereich Fantasy. Jeder Spieler bekommt zwei Helden zugeteilt, wobei einer davon magisch und der andere nicht magisch agiert und beide jeweils 15 Lebenspunkte zur Verfügung haben (oder wahlweise weniger oder mehr).
In der Mitte des Tisches liegen drei Zugstapfel. Der (rote) Ausrüstungsstapel beherbergt Waffen und Rüstungen, der (blaue) Magiestapel enthält Tränke, Zaubersprüche, Dämonen und Runen (mit denen Ausrüstung oder Zauber dauerhaft verstärkt werden können) und der (grüne) Taktikstapel setzt sich aus Manövern, Ereignissen und Nicht-Spieler-Charakteren (NSC) zusammen.
Soweit erst einmal der grundlegende Aufbau.

Kleine Helden 2 - Verstärkung Nach dem Ziehen der eigenen zwei Helden zieht jeder Spieler vier beliebige Karten der Zugstapel. Hat man also zufällig eine Waffe, Rüstungsteile oder Zauber gezogen, rüstet man seine Helden damit aus, in dem man die Karten neben ihn legt.
Der kleinste Spieler beginnt das Spiel.
Ist man an der Reihe, zieht man erst zwei Karten seiner Wahl von einem der drei Ausrüstungsstapel und nimmt sie auf die Hand. Jeder eigene Held hat eine Aktion zur Verfügung und kann sich damit entweder ausrüsten, die Gegner angreifen oder auf seine Aktion verzichten, um erneut eine Karte zu ziehen.
Wir entscheiden uns bei unserem magischen Helden, einen Zauber zu wirken und einen gegnerischen Helden anzugreifen. Dazu sprechen wir den Spruch Fäulnis, einen Fluch.

Kleine Helden 3 - Schurken und Halunken Der Angriffswert plus die Augenzahl des sechsseitigen Würfels zählt man zusammen. Bei einer sechs darf man nochmal würfeln und die Schadenspunkte erhöhen sich um eins. Der Angegriffene würfelt nun ebenfalls und zählt das Ergebnis mit seiner magischen Parade zusammen. Ist die Zahl höher oder gleich pariert er den Angriff, ist er niedriger steckt er Schaden ein. Und zwar soviel, wie auf der Fluchkarte zu lesen ist minus seiner Rüstung.
Natürlich haben Rüstungsteile, Waffen oder Artefakte, die man am Körper oder bei sich trägt, verschiedene Boni, die Schaden reduzieren/aufstocken, den Angriff erhöhen oder die Parade verbessern.
Eine schöne Neuerung sind die NPC (Nicht-Spieler-Charaktere), von denen man einen vor sich auslegen kann. Dieser NSC gibt einen Bonus. Der König z.B. erlaubt es, am Anfang der Runde drei statt zwei Karten zu ziehen.

Kleine Helden Cartoon In der dritten Erweiterung, die auch als eigenständiges Spiel gilt, erscheinen nun Dämonen, die natürlich einen Malus geben.
Die Zeichnungen, von Laura Balzer sehr liebevoll gemalt, sind eine absolute Augenweide. Schön detailliert, knuffig und irgendwie sehr passend zur Atmosphäre beleben sie die Karten zum Leben.

Fazit: Dieses Spiel ist zu einem meiner liebsten Gesellschaftsspiele geworden. Wer Fantasy mag, über Witze im Rollenspiel-Genre lachen kann oder einfach nur Spaß an guten Taktikspielen hat, der muss zugreifen und das Spiel ausprobieren. Ich wette, es wird Euch gefallen. Eine Herausforderung zum Spiel nehme ich selbstredend an und freue mich, dass Laura und Malte mir erlaubt haben, noch einen Cartoon zu veröffentlichen. Auf der offiziellen Website von Kleine Helden gibt es regelmäßig sehr lustige Cartoons.
Weitere Infos und die Bestellmöglichkeit des Spiels beim Verlag Pegasus.
Do

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Edinburgh – hoffentlich bald da

Ich plane gerade meinen Urlaub für dieses Jahr. Da ich eine neue Stelle angetreten habe, werde ich wohl vom 01. Oktober an bis zum 15. Oktober Urlaub machen. Und da ich schon längere Zeit mal nach Schottland möchte und mich Edinburgh sehr interessiert, habe ich mich für diesen magischen Ort und ca. sechs Tage entschieden.

Auf der Suche nach einer günstigen Bed & Breakfast Unterkunft bin ich fündig geworden. Ich werde im The Thistle House übernachten. Ca. 33€ pro Nacht – was sehr günstig ist. Ich werde dort ein Einzelzimmer bekommen (mit freiem W-LAN) und ein, wie in Schottland üblich, sehr üppiges Frühstück.

Ein paar Dinge habe ich auch schon für die sechs tage geplant. Ich werde ein zwei mal The Jazz Bar besuchen, um mir ein wenig Jazz anzuhören und die Atmosphäre zu genießen.
Edinburgh Castle ist mit 14 Pfund zwar nicht so günstig, aber bestimmt sehenswert; und da ich ein großer Burgenfan bin, darf diese Sehenswürdigkeit natürlich nicht fehlen.

Obligatorisch sind auch Arthur’s Seat und Princess Street. Ein wenig shoppen, auch wenn der Pfund momentan etwas teuer ist. Ein paar Museen werden natürlich auch mitgenommen – sie haben kostenlosen Eintritt, was einen einen Besuch noch erstrebenswerter macht.

Ich überlege noch, ob ich auch eine Ghost Tour mitmache, wie Julia es damals tat. Das hört sich nämlich sehr nach meinem Geschmack an.

Einen guten und günstigen Flug habe ich auch schon gefunden. Lufthansa fliegt mich direkt von Frankfurt am Main nach Edinburgh und das für sagenhaft günstige 101€ hin und zurück.

Neben den oben genannten Dingen werde ich am Abend in meinem Schlafzimmer die erste Folge (und vielleicht mehr) meines Hörspiels Aldaron fertigstellen.

Insgesamt freue ich mich riesig auf diese sechs Tage und würde mich natürlich über weitere Tipps von Euch sehr freuen.
Julia, es tut mir Leid, aber ich muss Dir unbedingt eine Idee klauen.
Wie auch in ihrem Urlaub möchte ich von Euch ein paar Dinge genannt bekommen, die ich in Edinburgh tun soll. Falls es zu viele werden, gibt es eine Umfrage.
Zusätzlich dazu werde ich für alle die wollen eine Postkarte verschicken. Vorausgesetzt es werden nicht zu viele ;-)

Im Urlaub versuche ich jeden Tag einen Blogeintrag zu schreiben – mal sehen, ob es etwas wird.
Und nun noch die letzte Info: Ich suche freiwillige Leser, die während meines Urlaubs einen Gastartikel schreiben möchten. Bitte einfach per E-Mail oder Kommentar melden.

Ansonsten: Auf gehts in den Urlaub.
Do

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Mittelalterlich Phantasie Spectaculum

Drachenschenke Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum ist ein reisendes Festival, welches das ganze Jahr über auf den Straßen dieser Welt unterwegs ist, um die Besucher in das fantasievolle Mittelalter zu katapultieren. Und ich war dieses Jahr im Schlosspark zu Laubach dabei.
Schon kurz nach dem Eingang erwarteten mich die Gefangenen, die in hängenden Käfigen den vorbeilaufenden Gästen ihr Leid klagten, nach Nahrung bettelten oder vom Wärter wegen ständigem Gebrabbel scharf ins Gericht genommen wurden. Ein armer Schreier bot außerdem an, die verrichtete Notdurft mit einemSpaten zu vergraben.
Höchst amüsant.

Markt Der Vogt eröffnete mit seinen Rittern feierlich den Markt und lief schließlich mit seinem Gefolge, den Besuchern und der musikalischen Begleitung in Form von Capud Draconis (unbedingt anhören, geil!) zur Hauptbühne, auf der er alle Stände kurz vorstellte. Egal ob historische Waffen, Gewänder, Weine, diverse Fressstände – es gab tausend schöne Dinge zu entdecken. Frei unter den zuhörenden Gästen wurden die Nahrungsmittel in Form von Brezeln, Hanffladen, Würstchen, Hexenpeitschen (riesige Fleischspieße), Met (Honigwein), Bier und diverse andere Köstlichkeiten verteilt.

Markt Den Markt an sich fand ich schon sehr groß, es gab etliche Stände mit Gewändern, Schmuck aus Leder oder verschiedenen Metallen, sehr schön gestaltete Gehstöcke, Duftkerzen und Duftseifen und viel viel mehr. Es war herrlich und die Auswahl riesig.
Ich konnte natürlich nicht davon ablassen mir und meinem Weib ein Armband zu kaufen, eine Flasche Met mit nach Hause zu nehmen, den Hanffladen zu probieren (ein Fladen aus Hanf gefüllt mit Geschnetzeltem, Kraut und leckerer Soße) und natürlich einen leckeren Chai Tee zu trinken.

Saltatio Mortis Bei dem sehr hohem Hau-den-Lukas habe ich es nicht bis ganz nach oben und zu dem lauten Knall geschafft, aber mein Vorgänger machte eine beachtliche Figur und dreschte den Hammer nur so auf die Attraktion.

Die Schwertkampfshow habe ich um ein paar Minuten verpasst, aber alle waren wunderbar gewandet und hatten Rüstungen, Helme und Waffen dabei, die an mir sicher auch gut ausgesehen hätten ;)

Alea und Lasterbalk Auf der Hauptbühne habe ich dann das erste mal Saltatio Mortis live erlebt. Wow, war das geil. Super Stimmung, obwohl nicht so viele Leute da waren, klasse Musik und wunderbare Instrumente (Dudelsäcke, verschiedene Flöten, Drehleiher, natürlich Gitarre, Schlagwerk). Habe mir auch gleich eine CD gekauft. Gerne hätte ich auch noch das Abendkonzert gesehen, ich musste aber um 19:00 Uhr weg, so dass ich es verpasste. Schade, das nächste mal sicher. Dafür werde ich Saltatio Mortis aber im August bei uns in der Stadt sehen. Diesmal aber mit der Rockshow.

Eine wunderbare Show zu Pferde wurde ebenfalls vorbereitet. Die Edelmänner ritten mit ihrem Pferd und der Lanze auf einem geteilten Wiesenstück brennende Ringe aufspießen, schnell reitend Gegenstände aufsammeln und vieles mehr. Wahnsinn, wie manche mit dem Pferd umgehen können.
An einem der Festivaltage sollte auch noch der Pestumzug umgehen, den habe ich leider verpasst.

Die Menschen waren alle wunderbar gewandet. Ich habe manchen um sein Gewand beneidet. Angesehen habe ich mir auch ein tolles Hemd, soviel Geld hatte ich aber nicht mit. Apropos Geld: Man konnte sein Geld in die Festivalwährung umtauschen und fortan mit Goldstücken bezahlen. Das hebt die Stimmung noch etwas mehr wie ich finde.

Alea Alea und Fans

Ich sage Euch, besucht dieses Festival, wenn es in Eurer Nähe ist. Wenn ihr mittelalterliches Flair mögt, auf gut gemachte Musik steht, eine tolle Show geboten bekommen wollt, dann reist zum Spectaculum. Hier sind die Termine 2010 und 2011 Der Eintrittspreis von 10 Euro mag hoch sein, dennoch bekommt man viel geboten für sein Geld.
Do