Archive for Rollenspiel

Eine Rollenspiel-Session Cthulhu online

// Mai 18th, 2010 // 6 Comments » // Rollenspiel

Dark series #12 - the forest rouse
Foto von Xavier Fargas unter folgender Lizenz

Ich bin bekanntlich ein großer Rollenspiel Fan. Wer von Euch hätte denn mal Lust, eine Rollenspiel-Session des Horror-Rollenspiels Cthulhu online mit mir zu erleben? Ich bereite ein Abenteuer vor, dann wird zusammen per Skype eine Vorbereitungsrunde abgehalten und schließlich ein Abenteuer gespielt. Gewürfelt wird entweder zu Hause oder online.

Eckdaten:
Schritt I: Einführung/Charaktererstellung/Grundlagen
Schritt II: Abenteuer Session 1
Schritt III: Abenteuer Session Finale
Schritt IV: Nachbesprechung.
Schritt V: Blogbeitrag über das erlebte veröffentlichen.

Wer hätte an sowas denn mal Interesse?
Do

D&D – Rollenspiel erklärt Teil V

// April 5th, 2008 // No Comments » // Rollenspiel

Nach einem Ausflug vom Gastautor Mark in die Welt des Charakterbogens eines Rollenspielers, möchte ich nun Teil fünf veröffentlichen und etwas zum Charakter an sich erläutern.
An einem Charakter im Rollenspielsystem D&D (Dungeons & Dragons) kann man so Einiges schrauben, ändern, selbst bestimmen oder auswürfeln.
Beginnend beim Charakternamen (was sich immer als eine der schwierigsten Entscheidungen herausstellt, die es im Rollenspiel gibt; da man den Namen sehr lange behält und sich damit identifizieren muss.), der Rasse (Mensch, Zwerg, Gnom, Elf, etc.), der Klasse (Krieger, Magier, Paladin, Kleriker, Waldläufer, Dieb, etc.), die Gesinnung (gut, böse, neutral und diverse Unterstufen), die Gottheit (es gibt für jede Klasse/Rasse verschiedene Götter. Bei unserem Kleriker Zoltan bspw. nennt sich die Gottheit Helm, der Gott der Wächter und Beschützer) und natürlich die äußerlichen Teile wie Augenfarbe, Haarfarbe, Größe, Gewicht usw.
Die physischen Werte Stärke, Geschicklichkeit, Konstitution, Intelligenz, Weisheit und Charisma werden ausgewürfelt und sind mitunter die wichtigsten Werte eines Charakters. Sie sind selbsterklärend und ich werde sie nicht weiter erläutern. Wer trotzdem Fragen hat, immer schön stellen. (weiterlesen…)

D&D – Rollenspiel erklärt Teil IV

// Februar 6th, 2008 // 1 Comment » // Gastartikel, Rollenspiel

Dieser Artikel wurde geschrieben von Mark, der selber ein begeisterter Rollenspieler ist.

Pen & Paper-Rollenspiele kommen ja teilweise mit einer fast schon manisch zu nennenden Detailversessenheit daher, die sich darin äußert, dass der Bestand an Daten und Wissen über die jeweilige Hintergrundwelt derart umfangreich ist, dass ihn kein normaler Mensch je komplett internalisieren kann. Ich meine, wenn die reale Welt in ihren Ausprägungen schon so unüberschaubar geworden ist, dann ist jedes Lernen von Wissen über ein imaginierte Welt ein Zusatzaufwand. Der natürlich durchaus Spaß machen kann, soviel vorneweg.

Diese überbordende Fülle an Details ist zum einem dem ökonomischen Impuls des Marktes geschuldet. Wenn tausende Rollenspieler immer mehr über die Welt wissen wollen, in der sie ihre Abenteuer erleben – und gleichzeitig noch einen Spielcharakter entwickeln wollen – dann ist steter Nachschub an Daten gefragt. Und somit ward das Ressourcenbuch geboren.

In diesen Büchern findet man unzählige Orte, Monster, Waffen, Rüstungen, Schätze, Fallen, Hüte, Mützen, Unterhosen, Stiefel, Krimskrams und alle anderen erdenklichen Sachen. Und die bringen uns zum wirklichen Motor dieser immensen Wissenspools, die sich um jedes Rollenspielsystem bilden. Denn der kollektive Vorgang des Eintauchens in eine imaginierte Welt, wenn wir uns im Geiste das Schwerthalfter umbinden oder den Bogen auf den Rücken schnallen und uns in wahnwitzige Abenteuer stürzen, ist ein rein abstrakter.

Und zugegeben, der Abstraktionsschritt von einem Tisch mit leeren Pizzakartons und Unmengen an zuckerhaltigen Getränken hin zu Zwergenminen und magisch befestigten Burgen ist sehr groß und erfordert einiges an Vorstellungskraft. Und es bleibt nur eines übrig, was als fassbares Objekt dieser Ereignisse und Geschichten wirklich greifbar ist. Ein materielles Ding, das wir mit unseren Händen anfassen können und gleichzeitig die umfassendste Annäherung an das, was wir spielen: unser Charakterbogen.

Der Charakterbogen, eigentlich nur eine profane Auflistung an Daten und Zahlen, deren Aussagekraft sich darauf beschränkt, was wir ihnen zuschreiben. Was wir in ihnen sehen. Die Welt, die dahinter liegt, wenn man es so sagen will. Erst durch unsere Striche auf diesem blanken Papier wird die Welt dahinter lebendig, entstehen Protagonisten und die Geschichten in denen sie leben. Diese Geschichten hinterlassen Spuren, schreiben sich ein in dieses simple Blatt Papier und sind unser einziger Zugriff auf diese Erfahrungen, ganz zu schweigen von den Erfahrungspunkten.

Jeder Rollenspieler weiß, wie sich ein frisch erstellter Charakterbogen anfühlt: noch ohne Leben, eine reine Ansammlung von Strichen, die darauf wartet, mit Leben gefüllt zu werden. Die darauf wartet, dass mit ihr eine Geschichte erzählt wird.

Trotzdem, ein Charakterbogen kann nur in einem begrenzten Kontext seine Geschichte erzählen. Nur wenige wissen zwischen Kaffeerändern und Tintenklecksen zu lesen.

Für alle anderen bleiben diese Geschichten unerzählt.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Mark, der selber ein begeisterter Rollenspieler ist.

WordPress 2.3.3 aufgespielt

// Februar 5th, 2008 // 3 Comments » // Rollenspiel, WordPress

So liebe Leute,
habe nun meine WordPress Version auf den neusten Stand gebracht und die Version 2.3.3 aufgespielt, alle Plugins aktualisiert, Einige rausgeschmissen und mein Theme dementsprechend bearbeitet, so dass alles läuft.
Frank erklärt übrigens in einem seiner Beiträge zur neuen Tabellenstruktur von WordPress, dass mit der Aktualisierung der Datenbank auch alles auf UTF-8 umgestellt wird. Nun, bei mir gibts das Problem, dass, wenn ich in der wp-config.php utf8 angebe, mein Blog einen Fehler in der classes.php ausgibt (wird oben im Header angezeigt). Ideen? Wie kann ich prüfen ob alles auf UTF-8 umgestellt wurde?
Das einzige Plugin, was bisher nicht läuft, ist das Social Bookmarking Plugin. Ich kann es nicht mehr in der Sidebar ausgeben, will es aber auch nicht unter dem Beitrag stehen haben. Naja, mal sehen was da noch kommt.
Herzlich Willkommen auch an Mark in meiner Blogroll. Mark hat übrigens gerade seinen Gastbeitrag fertig gestellt, den ich mir von ihm für dieses Blog gewünscht habe. Er wird in die Artikelserie Rollenspiel erklärt integriert und dreht sich um den Charakterbogen.
So, check it out…
Do

D&D – Rollenspiel erklärt Teil III

// Oktober 30th, 2007 // 1 Comment » // Rollenspiel

Teil drei hat etwas auf sich warten lassen, aber vergessen habe ich den Artikel nicht.
Diesmal lautet das Thema: was ist das Faszinierende am Rollenspiel?

Hmm, schwer zu beantworten. Einerseits interessiere ich mich persönlich für das Fantasy Genre, schaue gerne Fantasy Filme und lese auch Fantasy Bücher.
Mich persönlich fasziniert die Welt. Drachen, Elfen, Orks, Oger, Trolle. Zauberer. Eine magische Welt, die es so nicht gibt und die in meiner Fantasie entstehen kann. Ich spiele einen Charakter, den ich frei formen kann, ohne Rücksicht auf die wahre Welt, mit Zaubern, Fähigkeiten, die ich manchmal im realen Leben gerne hätte. Ich bin Teil einer unwirklichen Welt voller Magie und Träumen. Ich hantiere mit Schwertern, Äxten, Pfeil und Bogen und magischen Gegenständen, wirke Schutz- und Heilzauber oder plane einen Kreuzzug gegen eine verfeindete Macht.
Irgendwie steckt da wohl der Kindergedanke dahinter, Ritter oder Zauberer zu sein. Ich weiß es nicht.

Jeder muss für sich selber entscheiden, was er an einer Fantasy Welt schön findet, was er gerne macht und was nicht.
Aber Rollenspiel, insbesondere die Welt von D&D und bei Pen & Paper Rollenspielen im Allgemeinen ist nicht nur etwas für Fantasy Verrückte wie mich. Nein, auch der gesellschaftliche Aspekt bringt mir persönlich viel. Unsere Gruppe ist deshalb etwas besonderes, da wir seit 1999 so gut wie jede Woche einmal zusammen sitzen und spielen. Andere Gruppen haben es da nicht so gut und können, termintechnisch, nur einmal im Monat oder in noch größeren Abstandsperioden spielen.
Zum gesellschaftlichen Aspekt zurück: man sitzt mit guten Freunden zusammen, trinkt ein zwei Bierchen (für ganz harte Rollenspieler auch mal Met), spielt Pen & Paper, macht hin und wieder (oder mehr und mehr) Witze, lacht zusammen und ist einfach froh, einen schönen Abend zu verbringen.

Soviel zu Teil drei. In Teil vier werde ich wieder etwas mehr auf das Rollenspiel an sich eingehen und erklären, was man an seinem Charakter alles so schrauben kann.
Do

D&D – Rollenspiel erklärt Teil II

// Oktober 10th, 2007 // No Comments » // Rollenspiel

…eine dunkle Gestalt tritt aus dem Dickicht und geht langsam auf dich zu. Nach einer Weile fängt die Gestalt an zu rennen und sticht dir ein Messer in den Magen. Blut spritzt auf dein Gesicht, du schreist auf vor Schmerzen. Du kannst nach einer Weile der Qualen noch erkennen, wie die Gestalt plötzlich mit einer anderen anfängt zu kämpfen – doch leider wirst du ohnmächtig. Nach einem etwas merkwürdigem Traum erwachst du in einer Holzhütte und blickst in die Augen eines Fremden der zu reden beginnt: “Ich bin…”

So endete der erste Teil meines Rollenspiel Erklärungsversuch.
Weiter geht es also mit Teil 2:

“Ich bin Zoltan. Wir haben dich Gott sei Dank gefunden. Was tust Du hier Aldaron?”

Richtig. Ich spiele Aldaron, einen Waldläufer mit Psi Fähigkeiten. Mehr zu meinem Charakter auf unserer Rollenspielseite.

Natürlich hatte ich mal wieder keine Ahnung, wie ich da hin kam, wieso und wer mich gefesselt hat. Der Meister macht gerne mal Experimente wie Ihr seht.
Nun mal weniger auf den Inhalt, als auf das Regelwerk von D&D. Möchte man beispielsweise seine Kumpanen heilen braucht man einen Zauber oder einen Heiltrank. Hat man den Zauber in seinem Repertoire, muss man Würfeln. In D&D ist der “Hauptwürfel” der zwanzig seitige Würfel. Je höher die geworfene Zahl, desto besser. Misslingt dieser Wurf (bei manchen wird noch ein Wert dazugezählt, der auf dem Charakter- oder Zauberbogen steht, manchmal die Werte der Fähigkeiten, manchmal entscheidet der Meister) muss sich der Meister eine darauf resultierende Aktion ausdenken. Gelingt der Wurf für die Heilung, muss man mit den im Regelwerk angegebenen Würfeln eine möglichst hohe Heilrate erzielen. Beispiel: sechs W8. Maximal also 48 Trefferpunkte. Trefferpunkte sind die maximale Energie eines Charakters. Je nach Rasse und Klasse (Erklärung in Teil IV meiner Artikelserie) unterschiedlich.

Noch ein Beispiel? Aber diesmal ein Kleines. Ich greife einen Ork mit einem Schwert an. Dieses Schwert hat +11 auf den Angriff. Ich Würfel mit W20, erziele eine 9. 9 + 11 = 20. Der Ork hat natürlich eine Rüstung an, die Schaden abfängt und unbeweglich ist er auch nicht. Seine Rüstungsklasse beträgt demnach beispielsweise 6. 20 – 6 = 14. Der Meister hat vorher festgelegt, dass ein Treffer ab 15 Punkten gelingt. Also hab ich daneben gehauen. Klingt kompliziert? Für Neulinge sicherlich gewöhnungsbedürftig. Es ist aber ganz leicht, hat man erstmal alles im Kopf, was je nach Rollenspielsitzung mal zwei, mal vier Sitzungen dauern kann.

Dieser Teil der Artikelserie war sicherlich etwas komplizierter und nicht so schön zu lesen, aber irgendwo muss ich ja mal die Regeln erklären. In Teil drei wird es wieder etwas amüsanter. Versprochen.
Do

D&D – Rollenspiel erklärt Teil I

// Oktober 9th, 2007 // 4 Comments » // Rollenspiel

Ich bin begeisterter D&D Recke. Ein Rollenspiel. Ein Rollenspiel? Ein Rollenspiel!
Wir hängen da nicht etwa rum und schminken uns wie ein Busenwundern und juckeln aufeinander rum, nee, wir begeben uns in eine Fantasy Welt.
Ich starte am Anfang. 1999 trafen wir uns zum ersten mal zu fünft um eine Session abzuhalten. Das Ganze ist sehr schwer zu erklären. Man hat eine DIN A4 Blatt vor sich auf dem Tisch liegen, einen Stift und ein paar Würfel. Um genau zu sein: vier-, sechs-, acht-, zehn-, zwölf-, zwanzig- und hundertseitige Würfel. Wobei der Hunderter genau so aussieht wie der Zehner, nur halt mit zweistelligen zahlen (man Würfelt zusammen mit dem Zehner).
Nun, nach Charaktererstellung auf dem besagten Din A4 Blatt, welches im folgenden Charakterbogen genannt wird, kanns eigentlich schon losgehen. Der Meister, Spielleiter, Gruppenleiter, Erzähler, Blödmann – wie auch immer man ihn nennt – beginnt mit einer Geschichte.
Um keine Verwirrung zu stiften, gebe ich am besten ein Beispiel:

Meister: Nichts als das Rauschen der Blätter ist zu hören. Der dunkle Wald besticht durch seine außergewöhnliche Stille. Der Regen hat mittlerweile den Pfad zu einem matschigen Gebilde verformt. Glühwürmchen suchen sich ihren Weg, eine Krähe sitzt auf einem Ast und gibt keinen Laut von sich. Du erwachst [er zeigt auf einen Spieler]. Nachdem deine Augen sich daran gewöhnt haben, wieder etwas zu sehen, bemerkst du, dass du an einen Baum gefesselt bist. Deine Kleider sind nass, du frierst und du spürst einen heftiges Stechen in der Bauchgegend. Was tust du?

Wir nehmen mal an, der Spieler sei ich. Ach ja, neben den Würfeln und Charakterbögen steht natürlich noch ein schönes Pils auf dem Tisch und ein paar Chips liegen bereit. Man will ja nicht verhungern/verdursten.
Ich schaue den Meister an.

Ich möchte mich in diesem Wald umsehen. Außerdem, was schmerz so bei meiner Bauchgegend?

Umsehen ist gut. Es hilft einem bei der Orientierung =)

Du bist direkt am Waldpfad an einen Baum gebunden. Es herrscht, bis auf die Geräusche, die du nun verursachst, absolute Stille. Niemand ist zu sehen. In der Nähe deines Bauches ist der Stoff deines Oberteils rot gefärbt. Plötzlich hörst du ein Geräusch, wie das eines Fusses auf einem heruntergefallenem Ast.

Jetzt ist Interaktion gefragt.

Ich suche die Gegend ab und versuche, meine Fesseln loszuwerden.

Das versuchen sie alle. Meistens klappt es – außer der Meister hatte schlechten Sex – oder gar keinen.

Deine Fesseln sind zu fest…

Jetzt halte ich lieber meinen Mund!

…eine dunkle Gestalt tritt aus dem Dickicht und geht langsam auf dich zu. Nach einer Weile fängt die Gestalt an zu rennen und sticht dir ein Messer in den Magen. Blut spritzt auf dein Gesicht, du schreist auf vor Schmerzen. Du kannst nach einer Weile der Qualen noch erkennen, wie die Gestalt plötzlich mit einer anderen anfängt zu kämpfen – doch leider wirst du ohnmächtig. Nach einem etwas merkwürdigem Traum erwachst du in einer Holzhütte und blickst in die Augen eines Fremden der zu reden beginnt: “Ich bin…”

Nicht umsonst heißt dieser Artikel “Teil I”. In Teil II geht es weiter mit meiner versuchten Erklärung des genialen Pen & Paper Rollenspiels.
Do