10 Fragen an: Konna

// 10. Juli 2010 // 3 Kommentare » // Kategorie: 10 Fragen an // Schlagworte: ,

konna Ein Gesprächspartner. Zehn Fragen. Thema Musik. Rock on.
Diesmal mit Konna.

1. Was hat Rock mit mittelalterlichen Einflüssen für einen Zauber über sich, dass so viele Menschen gerne zuhören?
Die Kombination traditioneller Instrumente mit moderner Musik und Technik lässt einfach eine völlig neue klangliche Welt entstehen. Außerdem hat das Mittelalter so viel Charme, das transportieren die modernen Interpretationen des alten Text- und Liedgutes sehr gut.

2. Nenne ein paar Songs oder Bands, die Dir aus diesem Bereich besonders etwas geben.
Als Bands wären da natürlich die Klassiker In Extremo und Saltatio Mortis zu nennen, die ja auch von den Mittelaltermärkten kommen. Das Palästinalied, das von eigentlich jeder Mittelalter-Rock-Formation, die etwas auf sich hält, interpretiert wird, ist mit seinem mittelhochdeutschen Text sicher ein Alltime-Favourite. Aber vor allem auch die Songs in lateinischer Sprache sind für mich als Lateinstudent natürlich besonders hervorhebenswert.

3. Gibt es in der Musik für dich ein Idol, einen Mythos, eine Legende (tot oder lebendig), die du gerne mal treffen würdest?
Nein, eigentlich nicht. Bei mir steht die Musik immer deutlich mehr im Vordergrund als die Person(en) dahinter. Mir ist zwar bewusst, dass die untrennbar miteinander verbunden sind, aber ich halte nicht viel von diesem Personenkult, der vielfach praktiziert wird. Und mit den meisten Größen von Freddy Mercury bis Elvis Presley kann ich auch nicht wirklich viel anfangen.

4. Eben sagtest Du, dass die Kombination traditioneller Instrumente und moderner Technik ein tolles neues Klangbild entstehen lässt. Welche Entwicklung wünscht Du dir in diesem Genre?
Eigentlich sind die Bands in diesem Genre schon sehr experimentierfreudig, wodurch das Genre im Vergleich mit anderen schon sehr vielfältig ist. Allerdings gehen viele Bands dahin, mehr und mehr ihre eigenen Texte zu schreiben, da würde ich mir wünschen, mehr Traditionelles zu hören und vor allem nicht immer nur die üblichen Songs.

Gedankendeponie 5. Ich persönlich habe gemerkt, dass einige Bands in den neueren Alben sehr viel mehr Rock als Folk spielen. Wenn Du sagst, dass mehr Traditionelles gespielt werden sollte, wie können die Bands die Mischung perfekt ausbalancieren?
Schwere Frage. Es kann auf jeden Fall nicht das Ziel sein, auf Krampf den Anteil der mittelalterlichen Instrumente zu erhöhen, die Songs sollen ja auch nicht überfrachtet wirken. Ehrlich gesagt weiß ich darauf keine wirkliche Antwort, die Bands werden ja sicherlich ihre Gründe haben, den Rockanteil zu erhöhen, deshalb kann ich auch nicht wirklich direkte Empfehlungen aussprechen. Letztlich ist mir ein guter Rocksong mit wenigen traditionellen Elementen lieber als ein nur noch mittelmäßiger Song mit altem Text und vielen traditionellen Instrumenten. Ich sehe diese Entwicklung also weniger kritisch.

6. Gehen wir in eine andere Richtung. Welche Band/Künstler hat in den letzten Jahren einen erwähnenswerten Sprung gemacht?
Der auffälligste Sprung wurde sicher von Unheilig gemacht, allerdings weniger von der musikalischen Entwicklung her als viel mehr durch die Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, die die Band neuerdings erfährt. Der “Graf”, wie sich der Sänger und Mastermind der Band nennt, macht schon seit 10 Jahren richtig gute Musik und war in Szenekreisen schon sehr lange ein absoluter Topact, mit dem riesigen Erfolg des aktuellen Albums “Große Freiheit” haben sie aber wohl selbst kaum gerechnet. Obwohl das Gothic/NDH/Electro-Genre ja eher ein Nischendasein fristet, wird die Band nun auch regelmäßig im Radio gespielt und man sieht sie oft im TV – dabei haben sich musikalisch über die Jahre gesehen eigentlich nur Nuancen verändert.

Aber auch andere Bands wie Subway To Sally oder Letzte Instanz haben sich in den letzten Jahren extrem gut gemacht und viele neue Fans gewinnen können mit ihrer Entwicklung. Auch wenn einige alte Fans mit dieser Entwicklung weniger einverstanden sind, sehe ich bei beiden ebenfalls die Fortschritte. Bands müssen sich entwickeln und diesen beiden gelingt es meiner Meinung nach besonders gut.

7. Verändern sich die meisten Bands/Künstler der nicht so bekannten Genres, wenn Sie in die Charts kommen oder ist das nur ein Trugschluss?
Eher umgekehrt. In den meisten Fällen kommen die Bands doch erst in die Charts, nachdem sie irgendetwas verändert haben. Dann haben wir den Fall, dass die meisten denken, dass die Band oder der Künstler sich verbiegen, nur um mehr Geld zu verdienen und das ja alles voll der Kommerzmist ist. So eine Ansicht finde ich engstirnig, aber das ist ja nicht die Frage. Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass Künstler in den Charts ihre Musik mehr Richtung “Mainstream” ändern, wie man so oft hört. Man zeige mir eine Band, die ihre Musik komplett verändert hat, nachdem sie in den Charts war. Das zu machen wäre eigentlich ziemlich blöd.

8. Nehmen wir mal die Band Nightwish. Viele “ältere” Fans sagten, dass das Album Once zu sehr auf Kommerz getrimmt wurde. Stimmt dies oder ist das, wie Du sagst, etwas zu engstirnig kommentiert?
Ich bin jetzt kein ausgewiesener Nightwish-Fan oder Experte, aber gerade der Song “Nemo”, der es ja dann auch in die Charts geschafft hat, gefällt mir ziemlich gut. Und der Song ist nun wirklich keine musikalische 180-Grad-Wendung gewesen. Eher ein guter und behutsamer Einstieg in das Genre und das finde ich völlig legitim, auf diesem Weg neue Hörerkreise anzusprechen und zum Weiterhören anzuregen. Und man kann solche Songs auch einfach als Experiment sehen. Und solange die Band hinter dem Song oder hier auch hinter dem Album steht, sehe ich da gar kein Problem und finde andere Denkweisen tatsächlich engstirnig. Man sollte Alben einer Band nicht immer an den vorherigen messen, sondern jedes Album für sich sehen.

9. Die Charts sind in den letzten Jahren sehr vielfältig geworden. Unheilig auf Platz 1, die A Cappella Gruppe Wise Guys ganz vorne dabei, Swing mit Michael Bublé oder Rock mit Peter Maffay. Unter anderem alles bedingt durch die Mitzählung der Downloads. Was kann man noch verbessern?
Eine interessante Erhebung wäre noch, die Abrufzahlen von Videos im Internet zu zählen und mit einzurechnen, also etwa wie oft ein Musikvideo auf YouTube angesehen wurde. Allerdings lässt sich das wohl viel zu einfach manipulieren. Ich muss sagen, dass die Charts (v.a. die Singlecharts) für mich schon lange keine Bedeutung mehr haben, da das meiste, was dort vertreten ist, einfach nicht meinem Geschmack entspricht. Eine konkrete, realistische Verbesserung fällt mir nicht ein und ist auch nichts, was ich unbedingt brauche, ich informiere mich über andere Wege (Blogs, Last.fm, usw.) über Musik.

10. Du gehst auf Welttournee. Mit wem?
Mit den Jungs von Saltatio Mortis, die haben Backstage immer sehr viel Spaß, wie man so hört. ;-)

Danke schön.
Do

The long road – Die lange Straße

// 8. Juli 2010 // 3 Kommentare » // Kategorie: August and everything after // Schlagworte: , ,

Danke Kai, das war mal nötig. Du machst das, was ich für richtig halte. Du willst zukünftig nicht zwangsweise irgendwelche Beiträge raushauen, Du willst Dein Blog mit Leben füllen. Das war der entscheidende Satz. Und Du willst Blogs mit Soul lesen.

Nun, ich habe auf heunihome schon viele Ideen verwirklicht. Einige habe ich links liegen lassen, einige weitergeführt und zu viele verkommen lassen.
Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich in einigen Beiträgen immer wieder gesagt habe, ich blogge mehr, ich schreibe dies und das. Ich habe es ja doch nicht getan.
Was soll ich also ändern? Soll ich schon wieder sagen ich mache das und das?
Nein, ich werde nur sagen, was auf jeden Fall mehr Beachtung bekommt.
Das Projekt Das Kind in Dir wird auf jeden Fall erhalten bleiben. Ich mag dieses Projekt, es versetzt uns in Erinnerungen, die man evtl. schon vergessen hat.
Dann ist da noch 10 Fragen an, eine Interviewserie, bei der ich Menschen zehn Fragen zum Thema Musik stelle. Ich bin der Meinung, dass diese Serie deshalb Potenzial hat, weil diese Fragen nicht alltäglich sind, auch mal tiefer gehen. Klar, optimieren muss ich noch einiges, aber es geht wohl in die richtige Richtung.
Zum Thema Rollenspiel, Brett- und Kartenspielen und Musik werde ich wohl auch noch meinen Senf abgeben.
Was muss ich also optimieren?
Ich bin kein Vielschreiber, nicht, weil ich keine Lust habe, sondern weil mir dazu die Zeit fehlt. Ich schreibe das, was mir gefällt, was ich gut finde und mit anderen Leuten teilen möchte. Ich bekomme zwar kaum Feedback zu meinen Beiträgen (ja, es ist manchmal schon frustrierend), aber das liegt wohl daran, dass heunihome nicht so bekannt ist. Woran kann es liegen? Zu wenig Artikel? Zu niedrige Postingfrequenz? Zu wenig gute Beiträge?

Ich werde sehen. Demnächst wird das Blog noch äußerlich etwas verändert und dann sehe ich mal, was passiert.
Danke fürs Lesen.
Do

WordPress 3.0

// 2. Juli 2010 // Schreibe einen Kommentar » // Kategorie: WordPress // Schlagworte: ,

So, mein Blog läuft nun auch auf WordPress Version 3.0. Bisher gabs keinerlei Probleme. Werde das Template demnächst noch wechseln, das hat aber noch etwas Zeit.
Weiterhin wünsche ich allen ein schönes Wochenende.
Do

Das Lego Leben – eine neue Idee

// 30. Juni 2010 // Schreibe einen Kommentar » // Kategorie: August and everything after // Schlagworte: , , ,

Das Leben aus Lego-Steinen Und zwar mit Fotos von Lego. Lego-Minifiguren, Szenen mit Lego dargestellt, Kreationen uvm.
Dazu gibt es keine großen Texte, sondern nur die Aufforderung einen Titel, eine Sprechblase oder eine Beschreibung in den Kommentaren zu hinterlassen, falls einem so etwas einfällt.
Besucht also: Das Lego Leben – Leben aus Lego-Steinen
Do

Michael Jackson

// 25. Juni 2010 // Schreibe einen Kommentar » // Kategorie: Musik // Schlagworte: ,

Michael Jackson Michael Jackson war schon seit meiner Kindheit einer der Künstler, die ich am meisten bewundert habe.
Heute, mit mehr Wissen um Musik, Tanz und Co. muss ich sagen, die Menschheit hat heute vor einem Jahr den größten Künstler der Neuzeit verloren.
In diesem Sinne, verlinke ich auf einen Artikel, den ich vor einem Jahr für das Musikmagazin Mr. Jones Times geschrieben haben, mit dem schlichten aber aussagekräftigen Titel: Michael Jackson.
Vergib uns Michael. Vergib uns unsere Schuld. Und ruhe in Frieden. Für immer. In unseren Herzen. Auf der ganzen Welt.
Do

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