Ein Einblick in die Welt eines Schlagzeug-Schülers
// 30. Dezember 2010 // Schreibe einen Kommentar » // Kategorie: Drums, Musik // Schlagworte: Drums, Musik, Schlagzeug

Foto von pochacco20 unter folgender Lizenz
Ich spiele nun seit Juli Schlagzeug, bekomme Unterricht bei Jochen Weigand und habe zum Üben zu Hause, wie schon berichtet, ein E-Drum Set.
Doch wie genau kann man sich den Unterricht vorstellen?
Die Sticks
Der Hocker wird richtig eingestellt, die Snare auf die richtige Höhe gebracht und dann kann es eigentlich losgehen – oder?
Erstmal wird die Stockhaltung besprochen. Schön locker, mit dem kleinen Finger und Ringfinger festhalten, Daumen und Zeigefinger gerade und nochmals: locker spielen.
Nun, man muss sich an die Grifftechnik der Sticks gewöhnen. Es kann durchaus vorkommen, dass man etwas verkrampft spielt, bei der Konzentration auf die richtigen Schläge die Haltung vergisst oder sogar zu sehr auf seinem Hocker hin und her rutscht. Nach einiger Zeit allerdings hat man das ganze Prozedere verinnerlicht und kann sich mehr und mehr auf die Noten konzentrieren. Und darauf, die Felle möglichst in der Mitte zu treffen.
Noten
Noten? Ja, ich spiele nach Schlagzeugnoten, die etwas vereinfacht dargestellt werden. Die Hi-Hat und die Cymbals (Becken) bekommen ein x oder ein umkreistes x, die Trommeln eine ausgefüllte Note.
Ganz oben seht Ihr die Hi-Hat, die stetig gespielt wird, die unterste Note ist die Bassdrum und die mittlere die Snare. Das x mit Kreis ist das Crash-Becken. Ausführlich nochmal hier zu sehen.
Hat man mehrmals nach diesem System gespielt, schwierigere Sätze ausprobiert und sich an das Lesen und spielen gleichzeitig gewöhnt, geht das alles sehr gut von der Hand und man groovt schon richtig mit.
Weiter geht es mit der Verfeinerung der Technik. Denn ein technisch gut ausgebildeter Schlagzeuger ist Gold wert. Er ist allerdings wiederum gar nichts wert, wenn er kein Taktgefühl besitzt
Pedale
Spielt man die Pedale mit Ferse auf dem Boden oder nur mit dem Ballen? Mit dem Ballen kann man eine größere Geschwindigkeit spielen, was bei manchen Songs einfach unglaublich wichtig ist.
Die Hi-hat wiederum kann so und so gespielt werden, je nach Song und Häufigkeit innerhalb des Liedes.
Spielt man also z.B. einen langsamen Takt, kann das Hi-Hat Fuß ruhig ganz auf dem Pedal liegen bleiben.
Die Bassdrum spiele ich aber grundsätzlich nur mit dem Ballen, es ist einfach praktischer.
Je nach Stil ist es auch ratsam, die Hi-Hat unterschiedlich weit zu öffnen, um einen passenden Klang u bekommen.
Techniken
Rebound
Schlägt man mit den Sticks auf die Felle, prallen diese zurück – der sogenannt Rebound. Nutzt man diese Technik richtig, kann man mit einer Bewegung zwei Schläge ausführen. Trommler, die nur die Snare spielen, wie z.B. in Marschkapellen, üben dies so effektiv und werden so schnell, dass fast nur noch ein Ton zu hören ist.
Paradiddle
Der sogenannte Paradiddle ist eines der vielen Rudiments, sprich, Grundübungen, die jeder Schlagzeuger auf der Snare beherrschen sollte.
Man spielt folgende Kombination in gleicher Geschwindigkeit (R = rechts, L = links): R L RR, L R LL
Hat man die Schlagkombi erstmal verinnerlicht, kann man sich damit sehr gut warm spielen und auch beide Gehirnhälften trainieren. Auf verschiedenen Trommeln und auf den Cymbals hört sich das sehr gut an.
Mehr zum Thema Schlagzeugspiel wird es in Zukunft geben. Evtl. kriege ich Jochen dazu, mal ein paar Sätzchen zu schreiben. Ich gehe jetzt erstmal üben.
Do
10 Fragen an: Caschy
// 29. Dezember 2010 // 2 Kommentare » // Kategorie: 10 Fragen an // Schlagworte: interview, Musik
Ein Gesprächspartner. Zehn Fragen. Thema Musik. Rock on.
Diesmal mit Caschy.
1. Welches Album hast Du Dir zuletzt angehört und wie bewertest Du es?
Ach, ich höre den ganzen Tag Musik. Das letzte komplett gehörte Album war wohl das der Fanta4 (Danke). Naja, ich höre die 4 seit meiner Jugend. Ehrlich gesagt sind 2 – 3 Lieder dabei, der Rest ist eher enttäuschend. Die 4 waren nie eine Band, deren Alben fast durchgängig gut waren, im Gegensatz zu anderen Bands, die ich mag (Onkelz, Nightwish).
2. Dein Musikgeschmack scheint vielfältig zu sein. Was magst Du z.B. an dem Symphonic Metal von Nightwish?
Ganz einfach. Der pompöse orchestrale Sound, gemixt mit ordentlichen Gitarren und einer engelsgleichen Stimme.
3. Gibt es in der Musik für dich ein Idol, einen Mythos, eine Legende (tot oder lebendig), die du gerne mal treffen würdest?
Natürlich. Hat jeder. Ich denke Falco oder Freddie Mercury. Zwei großartige Künstler. Von den Lebenden? Mhh. Stephan Weidner wahrscheinlich. Vielleicht auch die Fantas.
4. Falco starb an einem Autounfall, Freddie Mercury an Aids. Posthum haben beide natürlich viele Alben verkauft. Wie erklärst Du Dir, dass Künstler, die zu Lebzeiten schon einiges erreicht haben, nach dem Tod zu Legenden werden?
Du, das erhöhte Medienaufkommen. Lieder werden häufiger gespielt, der Künstler dudelt auf und ab. Altfans kaufen sich vielleicht Platten, die sie vorher nicht besaßen, genau so verhält es sich mit Menschen, die durch die erhöhte Medienbeleuchtung des Künstlers von ihm und vielleicht nicht so bekannten Stücken erfahren.
5. Das “Ausschlachten” der Künstler kann aber auch ein schlechter Nebeneffekt sein. Bei Queen erschien noch “Made in Heaven”, aber bei Michael Jackson beispielsweise sollen in den nächsten Jahren einige Alben erscheinen. Wie stehst Du zu dieser Tatsache?
Zwiespalt. Der echte Fan wird sich über zusätzliches Material freuen. Ich denke, der Fan sollte den Kommerzfilter einsetzen. Man kann nicht nur immer alles schwarz sehen. Man lebt nur einmal, und wenn ich von Freddie Mercury oder Falco definitiv echtes Material bekomme, ja dann gebe ich auch gerne ein paar Euro aus. Über die Musikindustrie denke ich dann nicht nach. Gibt Wichtigeres im Leben. Bereicherung & Ausschlachtung findet immer & überall statt. Irgendwann rächt sich so etwas schon. Arabisches Sprichwort: Ewige Sonne schafft eine Wüste. Aber ich schweife ab
6. Wenn Du mehrere Bands zusammenbringen könntest, um ein Album aufzunehmen, wer wäre es und was würde dabei herauskommen?
Ich würde keine Bands zusammenbringen wollen. Ich mag Bands aufgrund ihrer Einzigartigkeit. Und wenn ich schon Musik verschiedener Bands in einem Track anhören möchte, greife ich auf das gute Genre der Mashups zurück
7. Welche Mashups könntest Du empfehlen und warum? Und welches Mashup fehlt Deiner Meinung nach noch?
Hörbar und zu empfehlen ist auf jeden Fall DJ Schmolli. Gab ein wunderbares Falco re:loaded Album im Jahre 2008. Mashups die mir fehlen? Mehr Eurodance!
8. Die Eurodance Zeit boomte in den 90ern. Was war sonst noch besonders in den 90ern? Was hat Dir viel bedeutet in der Musik? Wie hast Du die 90er erlebt?
90er. Meine “wilde Zeit”. Was war besonders? Es gab noch echte Ost- / West-Konflikte. Weltmeister wurden wir. Borussia Dortmund war sehr erfolgreich. Obwohl als trashig verschrien, liebe ich Eurodance. Wahrscheinlich hole ich mir damit Erinnerungen zurück. Jugend. Unwiederbringbar.
9. Welche Musik gehörte noch zu Deiner Jugend?
Onkelz. Manowar. Iron Maiden. Bodycount. J.B.O.
10. Du gehst auf Welttournee. Mit wem?
Bob Marley, Falco, DJ Bobo
Danke schön.
Do
Jahresrückblick Anno 2010 – Stöckchen
// 23. Dezember 2010 // Schreibe einen Kommentar » // Kategorie: August and everything after // Schlagworte: 2010, Jahr, Stöckchen
Bei Konna gefunden und prompt mitgemacht.
Vorherrschendes Gefühl für 2011?
Freude. Zusammenziehen mit der Freundin, neue Projekte, interessante Menschen werden wohl wieder in mein Leben treten. So kanns weiter gehen.
2010 zum ersten Mal getan?
Alleine im Urlaub gewesen Und auf dem Spectaculum gewesen. Unbedingt besuchen!
2010 nach langer Zeit wieder getan?
Geflogen. War irgendwie aufregend und doch cool.
2010 leider gar nicht getan?
Bei Schandmaul auf dem Konzert gewesen. Die hatten nämlich Pause.
Wort des Jahres?
Schnee
Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen. Steht mir aber gut.
Stadt des Jahres?
Mein Heimatort. Sie wird es immer bleiben.
Alkoholexzesse?
Niemals. Ich trinke genüsslich.
Davon gekotzt?
Nein.
Haare länger oder kürzer?
Immer verwuschelt kurz.
Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Gleich geblieben.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Eindeutig. Urlaub, CDs uvm.
Höchste Handyrechnung?
Ca. 45€. Passiert mir aber eigentlich nie. Bin immer um die 30 – 35€.
Krankenhausbesuche?
Nein.
Verliebt?
Seit April 2009.
Getränk des Jahres?
Honigwein (Met).
Essen des Jahres?
Bratkartoffeln. Habe die wohl in diesem Jahr am meisten gegessen. Und Rumpsteak. Herrlich lecker, schön medium gebraten mit – Bratkartoffeln.
Most called persons?
Meine Mum und meine Freundin.
Die schönste Zeit verbracht mit?
Natürlich meiner Freundin und meinen besten Freunden. Danke, dass es Euch gibt.
Die meiste Zeit verbracht mit?
Selbe Antwort wie eine Frage weiter oben.
Song des Jahres?
Uff. Saltatio Mortis – Douce Dame Jolie.
Schandmaul – Hexeneinmaleins
CD des Jahres?
Saltatio Mortis – Manufactum II
Buch des Jahres?
Keines. Leider viel u wenig gelesen 2010.
Film des Jahres?
Keine Ahnung. Inception war gut.
Konzert des Jahres?
Gibts drei. Saltatio Mortis auf dem Spectaculum, Saltatio Mortis mit der Rock Show und die Eisheilige Nacht von (und mit) Subway to Sally und den Gästen Saltatio Mortis und Dunkelschön.
TV-Serie des Jahres?
Die Bill Cosby Show.
Erkenntnis des Jahres?
Nimm die Leute, wie sie sind.
Drei Dinge auf die ich gut hätte Verzichten können?
Unehrlichkeit, Überheblichkeit, Intoleranz.
Nachbar des Jahres?
Hö? Dann mein Basketball-Teamkamerad von übr mir.
Beste Idee/Entscheidung des Jahres
Das wird nicht verraten, bevor es nicht in trockenen Tüchern ist.
Schlimmstes Ereignis?
Kann mich an nichts richtig schlimmes erinnern.
Schönstes Ereignis?
Zeit mit meiner Freundin und Freunden, meine Mum zu haben, Konzerte, Spectaculum, Spaß.
2010 war mit einem Wort?
JAHRmarkt.
Do
Filme und Fernsehserien – Stöckchen
// 14. Dezember 2010 // Schreibe einen Kommentar » // Kategorie: Film, TV und Serien // Schlagworte: filme, serien, Stöckchen
laester.tv sagt danke, verlost Amazon Gutscheine und bringt das ganze unter diesem Blog-Stöckchen unter. Da mache ich doch auch mal mit:
A-Team oder Aristocats – beides nicht geschaut, aber die A-Team Melodie ist garndios
Buffy oder Bones – beides nie angesehen
CSI oder Criminal Minds – ganz klar CSi. Und zwar in NY. Geile Truppe.
Denver oder Dallas – ich habe keinen blassen Dunst
ER (Emergency Room) oder E.T. – ein Film meiner Jugend
Flipper oder Fringe – Flipper fand ich doof, Fringe kenne ich nicht so gut
Greys Anatomy oder Großstadtrevier – hat irgendwie Kultstatus
How i met your mother oder Heroes – leider den Start beider Serien verpasst und noch keine DVD zu Hause
Inspektor Gadget oder Inas Nacht – Inas Nacht schaue ich nicht, Gadget habe ich als Kind mal geschaut. Aber nie regelmäßig.
Jeopardy oder James Bond – ich mag Quizshows
K11 oder King of Queens – Ganz klar Punkt für Arthur und Co.
Lindenstraße oder L.A. Heat – nix von beidem, sorry
Manta Manta oder Miami Vice – ich verteile zu viel oder
Navy CIS oder Neues aus Uhlenbusch – das erste schaue ich nicht und das zweite kenne ich nicht mal
OC California oder One Tree Hill – nicht mein Ding
Paddington Bär oder Parker Lewis (der Coole von der Schule) – das war eine total bekloppte Sitcom, aber ich hab die als Kind geschaut
Quatsch Comedy Club oder Quincy – Stand-Up Comedy darf nicht aussterben
Reich und schön oder Rappelkiste – nöööö
Simpsons oder Supernatural – brauche ich gar nicht drüber nachdenken. Die Simpsons ist DIE Serie.
Tatort oder Two and a half Men – da kann ich mich leider nicht so entscheiden. Finde beides gut.
Unsere kleine Farm oder Unter uns – nicht mein Metier
Verbotene Liebe oder vierundzwanzig (24) – Jack Bauer ist schon spannend
Wetten, dass …? oder Waynes World – ich mag Gottschalk und schon immer auch die Sendung
X-Factor oder X-Diaries – ich bin Jonathan Frakes
Yogi Bär oder Yu-Gi-Oh – dann lieber den Klassiker
Zorro oder ZDF-Fernsehgarten – what?
Welche Sendung hat gefehlt? Ich denke, Bill Cosby Show, die Muppet Show, Friends und Und täglich grüßt das Murmeltier sollte noch rein ![]()
Do
Das staunende Mädchen
// 7. Dezember 2010 // Schreibe einen Kommentar » // Kategorie: August and everything after // Schlagworte: kurzgeschichte, weihnachten, weihnachtsmann
Diese Kurzgeschichte habe ich vor etlichen Jahren (mehr als fünf, ich erinnere mich nicht mehr) auf einer anderen Plattform veröffentlicht. Da es diese Plattform so nicht mehr gibt und ich die Geschichte wiedergefunden habe, möchte ich sie Euch nicht vorenthalten. Mit ein paar kleinen Fehlerkorrekturen lest Ihr also nun: Das staunende Mädchen.

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Sie war traurig. Traurig, dass sie im Krankenhaus lag. Traurig, dass sie ihre Arme nicht bewegen konnte.
Das Mädchen wollte doch nur über die Weihnachtszeit ein wenig lesen. Sie wollte unbedingt wissen, wer der hinter den bösen Machenschaften in der sagenumwobenen Stadt war.
Doch das Mädchen wurde vor einigen Wochen angefahren. Der Fahrer hatte Fahrerflucht begangen.
Sie war vom Hals abwärts gelähmt. Das Einzige, was sie noch bewegen konnte, war den Kopf.
Es war der 06. Dezember. Nikolaustag. Die Eltern des Mädchens kamen ins Krankenhaus gefahren, um ihrer Tochter eine schöne Zeit zu bescheren. Vater, Mutter und Tochter lachten, machten Späße, erzählten Witze, erfanden Geschichten und träumten von Zauberern, Hexen, magischen Tieren und sprechenden Nashörnern.
Das Nashorn war das Lieblingstier des Mädchens. Sie musste immer lachen, wenn sie das Tier sah und stellte sich vor, wie es wohl aussehen würde, wenn es einen Hut, eine Krawatte und edle Herrenschuhe tragen würde.
Es wurde Abend und die Eltern mussten die Kleine alleine lassen. Dann kam die ganze Trauer in dem Mädchen wieder hoch. Sie wusste, dass es ihr nie wieder gut gehen würde. Sie wusste, sie könnte nie wieder ein Buch lesen. Ihr musste vorgelesen werden. Doch sie hatte es schon als Kind gehasst, vorgelesen zu bekommen. Wenn sie selbst ein Buch las, konnte sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen, konnte sich die Figuren selber vorstellen – das Mädchen erfand gedankliche Welten. Und das wollte sie nicht missen. Doch sie musste.
Der 20. Dezember rückte näher. Die Mutter des Mädchens kam an diesem Tag alleine zu Besuch, da ihr Ehemann beruflich verhindert war.
Als die Mutter die mitgebrachten Blumen in eine Vase stellte, fing das Mädchen an zu weinen: „Mama, ich möchte nicht mehr weiterleben. Es hat keinen Sinn. Ich bin gelähmt und werde nie wieder all die schönen Dinge tun können, die ich sonst so gerne getan habe.
Blumen pflücken, Wolken ansehen, über eine Wiese spazieren, am Strand Sandburgen bauen und sie wieder zu Fall bringen, mit Papa und dir über den Rummelplatz laufen und Riesenrad fahren, Schafe und Kühe beobachten, wie sie Gras fressen. Ich mag gerne die kleinen Dinge des Lebens, die man erst erkennt, wenn man sie nicht mehr erleben kann. Ich bin nun schon seit mehr als zwei Monaten gelähmt und ich habe verstanden, was es heißt, laufen, springen, tanzen und sich bewegen zu können. All die Dinge, die in unserer heutigen Welt nur Nebensache geworden sind – diese Dinge vermisse ich. Mein größter Wunsch ist es, alleine zu lesen. Mama, ich möchte gerne sterben, damit ich auf einer Wolke als Engel den Kindern Gutes tun und sie auf das Wesentliche im Leben aufmerksam machen kann.“
Die Mutter weinte. Nach ein paar Minuten beängstigender Stille sagte sie endlich: „Kind, ich liebe dich und ich wünschte, zu Weihnachten könnte ich dir dein Lachen und deine Beweglichkeit schenken.“ Die Mutter umarmte ihr Kind und vergoss eine Träne, die auf die Nase ihrer Tochter tropfte. Die Träne lief schnell an dem Mädchen hinunter, über ihre Nase, ihren Mund…
Es war der 24. Dezember. 20:00 Uhr. Die Eltern des Mädchens waren gerade in der Cafeteria des Krankenhauses Plätzchen holen, als im Zimmer des Mädchens plötzlich das Licht erlosch. Die Gardinen am offenen Fenster wehten und ein Luftzug glitt durch den Raum. Doch es wurde nicht winterlich kalt, es wurde warm. Das Mädchen drehte ihren Kopf in alle Richtungen, um zu sehen, was passiert war. Auf einmal hörte sie eine Stimme aus dem Nichts: „Hallo kleines Mädchen. Ich weiß, was dein größter Wunsch ist und ich weiß, welch große Taten du als Engel vollbringen möchtest. Doch deine Zeit ist noch nicht gekommen. Du wirst irgendwann einmal zu einem wunderschönen Engel, einem lieben Engel, der sich um die Menschheit kümmert und allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Männern und Frauen die Kindheit zurück gibt. Ich werde nun einen Wunsch erfüllen. Nicht deinen Wunsch, sondern den Wunsch deiner Mutter. Lauf kleines Mädchen, lauf und staune. Denn Staunen in dieser Welt kommt oft viel zu kurz. Staune über Vögel, wie sie fliegen; über Bäume, die so hoch wachsen; über den Schnee, der die Welt glitzern lässt und vor allem – zeige all deinen Freunden, was es heißt, zu Staunen. Ich werde dich nun wieder verlassen. Du bist ein tolles Mädchen!“
Die Stimme verklang im Hall, das Licht erstrahlte wieder und die Vorhänge fielen der Schwerkraft entgegen.
Doch nun geschah etwas Sonderbares. Das Mädchen stand auf. Sie traute sich nicht so recht, aber… Sie lief. Das Mädchen lief. Es konnte gehen! Die Eltern des Mädchens traten in das Zimmer.
Nach einigen verwirrenden Erklärungen tanzte die Familie im Zimmer umher, lief auf und ab und lachten mit feuchten Augen.
Die Familie staunte!
Als die Krankenschwester das Zimmer des Mädchens ein paar Tage später betrat, fand sie auf der Fensterbank einen roten Stofffetzen. Die Schwester fühlte ein Kribbeln in ihren Fingern. Und auf einmal roch sie etwas: sie roch Zimt, Vanille und Schnee. Alles auf einmal. Der Geruch kam von diesem Stofffetzen. Die Krankenschwester – staunte…
