Nichts bleibt mehr
// 6. September 2010 // Kein Kommentar » // Musik
Nichts bleibt mehr…
Do
Leb'! Leb'! Eh deine Sehnsucht stirbt, ehe durch den Hauch des Zeitlosen Kraft und Fluss versiegen. Gib'! Gib, all deine Lebenskraft, den Träumen deines Herzens, deines freien Geist's Vision. (Schandmaul)
// 1. September 2010 // Kein Kommentar » // Musik
Am Freitag war ich auf dem Konzert von Saltatio Mortis auf Kloster Schiffenberg in Gießen. SaMo spielte die Rock-Show (die Band spielt entweder Akustik- und Rock-Shows) und es war schlicht und ergreifend: Grandios!
Glück für den Rahmen eines Open-Air hatten wir mit dem Wetter. Es waren zwar dunkle Wolken am Himmel, jedoch regnete es nicht. Für den absoluten Hammerpreis von ca. 16€ waren dennoch leider nicht sehr viele Menschen gekommen, um die Spielleute zu sehen.
Vorgruppe waren die einheimischen Mittelalter-Rocker Nostalgos, die mir sehr gut gefielen. CD wurde gleich gekauft und auch schon Kontakt aufgenommen. Review zur Scheibe folgt.
Mit einer Mischung aus älteren Songs und einem großen Teil des neuesten Silberlings Wer wind sät spielten Saltatio Mortis rund zwei Stunden und luden förmlich zum Mitsingen- und tanzen ein.
El Silbador litt leider an Fieber und mühte sich mehr durch die Show, wurde aber dafür dann gebührend gefeiert ausgebuht – allerdings auf den Wunsch von Lasterbalk der Lästerliche, der in seiner Moderation auf die widrigen Umstände wie Stau, keine Sonne und eben das Fieber hinwies.
Im Dezember kommt Subway to Sally mit der Unterstützung von Saltatio Mortis zur Eisheiligen Nacht nach Gießen und ich werde dabei sein – es war ein aufregendes und schönes Konzert. So wünsche ich mir Mittelalter-Rock.
Weitere Infos auf der Website von Saltatio Mortis und Nostalgos
Do
// 24. August 2010 // 1 Kommentar » // Musik
Jeder hat einen eigenen Musikgeschmack. Dies ist deshalb so wichtig, da dadurch viele Genres entstehen können, neue Kreationen und individuelle Bands.
Doch jeder hat auch innerhalb seines Lebens eine Entwicklung in der Musik durchgemacht.
Ich versuche dies nun an mir selbst zu ergründen und Euch zum Nachdenken anzuregen.
Nachdem ich Anfangs Märchen, Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg, TKKG und Co. verschlang und keinen blassen Dunst von Musik hatte, musste es irgendwann mal soweit kommen – ich mochte einen Künstler. Meiner ersten musikalischen Erinnerung ableitend musste dies einer der größten (wenn nicht DER größte) Künstler überhaupt sein: Michael Jackson. Ich hörte Black or White, Smooth Criminal und Wanna be startin’ something rauf und runter. Er war der Einzige für mich. Jahrelang. Zwischendurch, ja, ich gebe es zu, war Looking for Freedom von David Hasselhoff noch als Titel weit vorne, aber Michael war eben mein Idol.
Geprägt durch die Mini Playback Show gab es natürlich ein paar Titel, die ich besonders mochte. Lucilectrics Mädchen fand ich toll, Lemon Tree von Fools Garden war toll, East 17 und die Backstreet Boys irgendwie auch.
Als Kind macht man eine beachtliche Entwicklung und Verschmelzung der Genres durch.
Bis heute hängengeblieben ist Michael Jackson. Ich liebe ihn als Künstler immer noch. Das Album Dush of the Day von Fools Garden muss ich mir glaube ich mal besorgen.
Zwischenfazit: Die Jugend prägt. Wenn die Eltern, so wie meine, viel Rock hören, kann es gut sein, dass man dies selber auch tut. Wenn man früh mit einem Künstler, einem Genre in Verbindung kommt, kann es ebenfalls sein, dass man später mehrere Alben im Regal stehen hat.
Der Rock wurde härter. Achja, habe ich erwähnt, dass ich dem Rock immer treu geblieben bin?
Es ging von Bryan Adams (alle Alben hier) über Bon Jovi, Die Ärzte, ein wenig Jazz von Louis Armstrong bis hin zu J.B.O. und Santana. Alles wurde durchgehört, alles wurde gekauft (!) und vieles wurde gemocht.
Hinzu kam der härtere Bereich des Metal. Iron Maiden, die größten Metaller ever, griffen in Ihre Saiten, schlugen auf die Felle und sangen sich in mein Metal-Herz. Hinzu kamen ebenfalls so geniale Bands wie die früheren Nightwish, Iced Earth, Hammerfall, Kamelot, Manowar und so weiter. Hiermit wurde, auch geprägt durch Freunde, die härtere Gangart in meinen Geschmack eingepflanzt.
Auch heute noch höre ich einige der genannten Künstler sehr sehr gerne und sammle Ihre Alben.
Mit Hip Hop bin ich durch Freunde natürlich auch in Berührung gekommen. Einige Songs gefallen mir, einige finde ich absolut grässlich. Ich bin kein Fan von Hip Hop/Rap, kaufe keine Alben (auch wenn ich dies früher getan habe) oder gehe auf Konzerte – vielmehr ist es die Neugier und das zufällige Gefallen an bestimmten Songs. Dieser Abschnitt gilt ebenso für den Großbereich Techno.
Zwischenfazit: Hier wird die Weiche komplett gestellt. Hat man erst einmal den groben Stil (Rock, Pop, Rap, Jazz) gefunden und die Abneigungen ebenfalls (oder das Es-gefällt-mir-nicht-so-gut) bleibt man meistens in dieser Richtung fündig.
Mein Musikgeschmack ist und bleibt: Alle Arten von Rock.
Die Counting Crows haben mir den Folk-Part nähergebracht. Emotionale Texte (übrigens einer der unbekanntesten bekannten Bands überhaupt und einer der genialsten Texter) gepaart mit guten, ehrlichen Rock lassen mein Herz höher schlagen.
Schandmaul wurde durch Empfehlung (danke Sasi) meine Lieblingsband und hat mir gleichzeitig das Mittelalter-Folk-Rock/Metal Genre ans Herz gelegt. Saltatio Mortis zählt z.b. seit kurzem auch zu meinen Lieblingsbands. Und auch den Klängen von In Extremo und Subway to Sally fröne ich. Durch meine Liebe für Fantasy, Mittelater und Rollenspiel verliere ich mich manchmal in den wundervollen Klängen und Texten.
Egal ob die Beatles, die Rolling Stones, Led Zeppelin, The Baseballs (oder Dick Brave) – der Rock bleibt meine Liebe und ich werde ihn hegen und pflegen.
Durch Freunde und das stetige “Neuerfahren” der Musikwelt entdeckt man immer wieder neue Künstler, Bands und Musikstile. Irgendwann weiß man, was man kaufen kann und was nicht, irgendwann weiß man, was man liebt.
Ich liebe den Rock.
Danke schön.
Do
Wie sieht Eure Entwicklung und Erweiterung des Musikgeschmacks aus? Schreibt einen Kommentar oder sogar einen eigenen Blog-Eintrag. Über Links würde ich mich sehr freuen.
Bild von shankar, shiv von Flickr unter folgender Lizenz
// 10. Juli 2010 // 3 Kommentare » // 10 Fragen an
Ein Gesprächspartner. Zehn Fragen. Thema Musik. Rock on.
Diesmal mit Konna.
1. Was hat Rock mit mittelalterlichen Einflüssen für einen Zauber über sich, dass so viele Menschen gerne zuhören?
Die Kombination traditioneller Instrumente mit moderner Musik und Technik lässt einfach eine völlig neue klangliche Welt entstehen. Außerdem hat das Mittelalter so viel Charme, das transportieren die modernen Interpretationen des alten Text- und Liedgutes sehr gut.
2. Nenne ein paar Songs oder Bands, die Dir aus diesem Bereich besonders etwas geben.
Als Bands wären da natürlich die Klassiker In Extremo und Saltatio Mortis zu nennen, die ja auch von den Mittelaltermärkten kommen. Das Palästinalied, das von eigentlich jeder Mittelalter-Rock-Formation, die etwas auf sich hält, interpretiert wird, ist mit seinem mittelhochdeutschen Text sicher ein Alltime-Favourite. Aber vor allem auch die Songs in lateinischer Sprache sind für mich als Lateinstudent natürlich besonders hervorhebenswert.
3. Gibt es in der Musik für dich ein Idol, einen Mythos, eine Legende (tot oder lebendig), die du gerne mal treffen würdest?
Nein, eigentlich nicht. Bei mir steht die Musik immer deutlich mehr im Vordergrund als die Person(en) dahinter. Mir ist zwar bewusst, dass die untrennbar miteinander verbunden sind, aber ich halte nicht viel von diesem Personenkult, der vielfach praktiziert wird. Und mit den meisten Größen von Freddy Mercury bis Elvis Presley kann ich auch nicht wirklich viel anfangen.
4. Eben sagtest Du, dass die Kombination traditioneller Instrumente und moderner Technik ein tolles neues Klangbild entstehen lässt. Welche Entwicklung wünscht Du dir in diesem Genre?
Eigentlich sind die Bands in diesem Genre schon sehr experimentierfreudig, wodurch das Genre im Vergleich mit anderen schon sehr vielfältig ist. Allerdings gehen viele Bands dahin, mehr und mehr ihre eigenen Texte zu schreiben, da würde ich mir wünschen, mehr Traditionelles zu hören und vor allem nicht immer nur die üblichen Songs.
5. Ich persönlich habe gemerkt, dass einige Bands in den neueren Alben sehr viel mehr Rock als Folk spielen. Wenn Du sagst, dass mehr Traditionelles gespielt werden sollte, wie können die Bands die Mischung perfekt ausbalancieren?
Schwere Frage. Es kann auf jeden Fall nicht das Ziel sein, auf Krampf den Anteil der mittelalterlichen Instrumente zu erhöhen, die Songs sollen ja auch nicht überfrachtet wirken. Ehrlich gesagt weiß ich darauf keine wirkliche Antwort, die Bands werden ja sicherlich ihre Gründe haben, den Rockanteil zu erhöhen, deshalb kann ich auch nicht wirklich direkte Empfehlungen aussprechen. Letztlich ist mir ein guter Rocksong mit wenigen traditionellen Elementen lieber als ein nur noch mittelmäßiger Song mit altem Text und vielen traditionellen Instrumenten. Ich sehe diese Entwicklung also weniger kritisch.
6. Gehen wir in eine andere Richtung. Welche Band/Künstler hat in den letzten Jahren einen erwähnenswerten Sprung gemacht?
Der auffälligste Sprung wurde sicher von Unheilig gemacht, allerdings weniger von der musikalischen Entwicklung her als viel mehr durch die Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, die die Band neuerdings erfährt. Der “Graf”, wie sich der Sänger und Mastermind der Band nennt, macht schon seit 10 Jahren richtig gute Musik und war in Szenekreisen schon sehr lange ein absoluter Topact, mit dem riesigen Erfolg des aktuellen Albums “Große Freiheit” haben sie aber wohl selbst kaum gerechnet. Obwohl das Gothic/NDH/Electro-Genre ja eher ein Nischendasein fristet, wird die Band nun auch regelmäßig im Radio gespielt und man sieht sie oft im TV – dabei haben sich musikalisch über die Jahre gesehen eigentlich nur Nuancen verändert.
Aber auch andere Bands wie Subway To Sally oder Letzte Instanz haben sich in den letzten Jahren extrem gut gemacht und viele neue Fans gewinnen können mit ihrer Entwicklung. Auch wenn einige alte Fans mit dieser Entwicklung weniger einverstanden sind, sehe ich bei beiden ebenfalls die Fortschritte. Bands müssen sich entwickeln und diesen beiden gelingt es meiner Meinung nach besonders gut.
7. Verändern sich die meisten Bands/Künstler der nicht so bekannten Genres, wenn Sie in die Charts kommen oder ist das nur ein Trugschluss?
Eher umgekehrt. In den meisten Fällen kommen die Bands doch erst in die Charts, nachdem sie irgendetwas verändert haben. Dann haben wir den Fall, dass die meisten denken, dass die Band oder der Künstler sich verbiegen, nur um mehr Geld zu verdienen und das ja alles voll der Kommerzmist ist. So eine Ansicht finde ich engstirnig, aber das ist ja nicht die Frage. Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass Künstler in den Charts ihre Musik mehr Richtung “Mainstream” ändern, wie man so oft hört. Man zeige mir eine Band, die ihre Musik komplett verändert hat, nachdem sie in den Charts war. Das zu machen wäre eigentlich ziemlich blöd.
8. Nehmen wir mal die Band Nightwish. Viele “ältere” Fans sagten, dass das Album Once zu sehr auf Kommerz getrimmt wurde. Stimmt dies oder ist das, wie Du sagst, etwas zu engstirnig kommentiert?
Ich bin jetzt kein ausgewiesener Nightwish-Fan oder Experte, aber gerade der Song “Nemo”, der es ja dann auch in die Charts geschafft hat, gefällt mir ziemlich gut. Und der Song ist nun wirklich keine musikalische 180-Grad-Wendung gewesen. Eher ein guter und behutsamer Einstieg in das Genre und das finde ich völlig legitim, auf diesem Weg neue Hörerkreise anzusprechen und zum Weiterhören anzuregen. Und man kann solche Songs auch einfach als Experiment sehen. Und solange die Band hinter dem Song oder hier auch hinter dem Album steht, sehe ich da gar kein Problem und finde andere Denkweisen tatsächlich engstirnig. Man sollte Alben einer Band nicht immer an den vorherigen messen, sondern jedes Album für sich sehen.
9. Die Charts sind in den letzten Jahren sehr vielfältig geworden. Unheilig auf Platz 1, die A Cappella Gruppe Wise Guys ganz vorne dabei, Swing mit Michael Bublé oder Rock mit Peter Maffay. Unter anderem alles bedingt durch die Mitzählung der Downloads. Was kann man noch verbessern?
Eine interessante Erhebung wäre noch, die Abrufzahlen von Videos im Internet zu zählen und mit einzurechnen, also etwa wie oft ein Musikvideo auf YouTube angesehen wurde. Allerdings lässt sich das wohl viel zu einfach manipulieren. Ich muss sagen, dass die Charts (v.a. die Singlecharts) für mich schon lange keine Bedeutung mehr haben, da das meiste, was dort vertreten ist, einfach nicht meinem Geschmack entspricht. Eine konkrete, realistische Verbesserung fällt mir nicht ein und ist auch nichts, was ich unbedingt brauche, ich informiere mich über andere Wege (Blogs, Last.fm, usw.) über Musik.
10. Du gehst auf Welttournee. Mit wem?
Mit den Jungs von Saltatio Mortis, die haben Backstage immer sehr viel Spaß, wie man so hört.
Danke schön.
Do
// 25. Juni 2010 // Kein Kommentar » // Musik
Michael Jackson war schon seit meiner Kindheit einer der Künstler, die ich am meisten bewundert habe.
Heute, mit mehr Wissen um Musik, Tanz und Co. muss ich sagen, die Menschheit hat heute vor einem Jahr den größten Künstler der Neuzeit verloren.
In diesem Sinne, verlinke ich auf einen Artikel, den ich vor einem Jahr für das Musikmagazin Mr. Jones Times geschrieben haben, mit dem schlichten aber aussagekräftigen Titel: Michael Jackson.
Vergib uns Michael. Vergib uns unsere Schuld. Und ruhe in Frieden. Für immer. In unseren Herzen. Auf der ganzen Welt.
Do
Bild von Roadsidepictures von Flickr unter folgender Lizenz