Archiv für 10 Fragen an

10 Fragen an: Maik

// 3. Februar 2012 // 1 Kommentar » // 10 Fragen an

Lordy Ein Gesprächspartner. Zehn Fragen. Thema Musik. Rock on.
Diesmal mit Maik.

1. Du hast vor einiger Zeit der Gothic-Szene den Rücken gekehrt. Mittlerweile hörst auch viel Popmusik. Was genau macht Dir an Musik Spaß und ist es Dir egal, aus welcher Richtung diese kommt?

Erst einmal sei gesagt: Ich habe auch früher schon sehr unterschiedliche Musikrichtungen gehört. Da waren immer wieder Songs dabei, die mit der Gothic-Szene nichts zu tun hatten. Heute höre ich mich Querbeet durch die unterschiedlichsten Musikrichtungen. Also ist ein Teil deiner Frage schon beantwortet. Es ist mir egal, aus welcher Richtung ein Song kommt, wenn er was hat, was mir gefällt. Was genau macht mir an Musik Spaß? Ich glaube, dass es vor allem die Tatsache ist, dass Musik wahnsinnig viel in einem bewegen kann. Sie kann einem zum Lachen bringen oder für Tränen sorgen. Musik ist eine sehr schöne Form sich auszudrücken, zu leben, zu feiern, Spaß zu haben, zu genießen. Sie ist vielseitig, spannend, interessant und es gibt immer etwas Neues zu entdecken.

2. Was macht ein z.B. guter Pop-Song für Dich aus? Was eine Ballade und was ein straighter Rocksong?

Ein Song ist immer dann gut, wenn er mich innerlich bewegt, wenn der Songtext eine Geschichte erzählt, die Melodie zum Tanzen einlädt, man des Hörens nicht müde wird. Es gibt für mich aber kein eindeutiges Rezept, das einen guten Song beschreibt, keine Zutaten, die immer vorhanden sein müssen. Jeder Song wirkt anders, ist anders. Was die eine Ballade wunderschön macht, kann die nächste hingegen verhunzen.

3. Gibt es in der Musik für dich ein Idol, einen Mythos, eine Legende (tot oder lebendig), die du gerne mal treffen würdest?

Da gibt es so einige, die mir auf Anhieb einfallen. Ich würde gerne mal Herbert Grönemeyer treffen. Das wäre ja auch durchaus noch möglich. Oder Kanye West. Oder Prince.

4. Grönemeyer gilt als einer der besten Song-Texter in deutscher Sprache. Was machen seine Texte so besonders und was kann man evtl. von ihm lernen?

Naja, seine Texte sind immer ein Stück er selbst. Und das erkennt man auch. Sie sind authentisch, realitätsnah und treffen sehr oft den Nerv der Hörer. Das sorgt dann natürlich dafür, dass die Texte so besonders, so toll sind. Lernen kann man von ihm sicher, dass man in seine Arbeit immer ein Teil von sich selbst verpacken sollte.

Lordys Weblog 5. Wenn Du einen Song schreiben würdest, wie würde er klingen? Wovon würde er handeln? Wer würde ihn interpretieren?

Oh Gott. Emm… würde sicherlich auf die aktuelle Lebenssituation ankommen. Momentan wäre es ein sehr fröhlich klingender Song. Und er würde davon handeln, dass jeder Hindernisse überwinden und seine Ziele erreichen kann, der sich voll und ganz reinhängt. Und davon, dass man den Erfolg im Anschluss um so mehr genießen kann. Wer ihn interpretieren würde? Ich hätte nichts gegen Casper.

6. Musik kann nicht nur Stütze sein, Hilfe, zum Weinen, Lachen oder sonst was. Musik kann auch tiefe Wunden heilen. Wieso meinst Du ist das so bzw. welche Rolle spielt Musik für Dich persönlich?

Ich dachte immer, dass vor allem Zeit tiefe Wunden heilt. Sagt man doch so, oder? Nun denn. Musik kann dabei sicherlich eine große Hilfe sein, denn sie bewegt einen nun einmal emotional (eben auch durchaus vom Negativem zum Positiven) und regt zum Nachdenken, zum Reflektieren an. Somit stellt man sich seinen Problemen oder Wunden und geht der Heilung so einen enormen Schritt entgegen. Dies ist ein kleiner Schritt… ach… lassen wir das.

7. Stelle Deine Traumband mit verschiedenen Musikern zusammen.

Da bin ich ehrlich gesagt ziemlich überfragt. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass bestimmte Musiker super zusammenarbeiten, aber eine Traumband würde dabei wahrscheinlich nicht entstehen. Wäre aber zum Beispiel schon interessant, wenn Casper mit Lena Meyer-Landrut einen Song aufnehmen würde. Haben die sich doch zuletzt bei “Durch die Nacht mit” so super verstanden. Auch interessant wäre wohl eine Zusammenarbeit von Kanye West mit Eminem. Hätte sicherlich auch irgendwas. Oder Grönemeyer mit Udo Lindenberg. Emm… du merkst… ich beschränkte mich hier ziemlich auf einzelne Musiker, die zusammenarbeiten könnten. Jetzt zu sagen, wer an der Gitarre zupft und am Keyboard klimpert, ist nicht so mein Ding.

8. Wie wird sich Deiner Meinung nach der Musikkonsum in der nächsten Zeit ändern? iTunes Match, Downloads, Streaming. Was ist die Zukunft?

Die Zukunft liegt auf jedem Fall im Download- und Streaming-Bereich, weil dieser eben die einfachste Art und Weise bietet seine Musik immer dabei zu haben. Wer hat schon heute noch einen Discman samt CDs dabei? Ich selbst kaufe Singles und Alben eigentlich nur noch bei iTunes. Schnell gekauft, noch schneller geladen und schon geht die Post ab. Eine CD habe ich schon ewig nicht mehr erstanden. Die würde ja letztendlich doch sofort auf dem PC landen. Also warum der Umweg, nicht wahr? Auf den Streaming-Zug bin ich selbst noch nicht aufgesprungen. Auch wenn ich iTunes Match als Beispiel ziemlich genial finde. Aber zur Nutzung durchringen konnte ich mich noch nicht. Und auch die anderen Streaming-Portale haben durchaus ihren Reiz. Bin mal gespannt, wie die sich entwickeln. Sicher ist aber: Denen gehört wohl die Zukunft.

9. Können Künstler dennoch mit guten Artbooks, Special Editions usw. im CD Bereich punkten oder wird dies auch zurück gehen? Was kann man im Online-Bereich außer der Musik noch bieten?

Seit einiger Zeit erkennt man ja den Trend, dass es immer mal wieder “Special Editions” und “Limited Editions” gibt, die dennoch reißenden Absatz finden, weil es einfach tolle Sachen dazu gibt. Da sind manche Künstler durchaus kreativ. T-Shirts, tolle Artbooks und Co. sorgen dafür, dass natürlich auch immer wieder gerne zugeschlagen wird. Allerdings ändert das eigentlich nicht viel. Die Leute kaufen die CD, ziehen sie auf den PC und ihre mobilen Endgeräte, stellen die CD in den Schrank und erfreuen sich noch an den “Beigaben” für einige Zeit.
Wenn man sich heute ein Album bei iTunes und Co. herunterlädt, dann bekommt man ja sehr oft auch das Artbook dazu – abgescannt als PDF. Hält sicher keinem direkten Vergleich stand, aber naja. Außerdem bekommt man bei Downloads sehr häufig auch die Musikvideos in HD mit. Da wird also auf der anderen Seite auch ordentlich gegen gesteuert.

10. Du gehst auf Welttournee. Mit wem?

Eindeutig mit meinen Jungs. Wir sind einfach eine eingespielte Einheit. Würde einfach am meisten Spaß machen mit ihnen die Welt zu sehen. Und wir hätten sogar musikalisch ein wenig zu bieten. Zum Beispiel eine geniale Interpretation von “Jein” oder “Who Will Survive In America”. Nun denn. Und wenn ich mich an einen “Star” ranhängen dürfte, dann wäre es wohl Kanye West. Hier mal mit dem Privatjet fliegen, da mal ein geiles Konzert erleben. Hätte was.

Danke schön und rock on
Do

10 Fragen an: Torsten

// 18. August 2011 // 1 Kommentar » // 10 Fragen an

Ein Gesprächspartner. Zehn Fragen. Thema Musik. Rock on.
Diesmal mit Torsten.

1. Dich kennt man als Blogger, der ganz klar Metal als seine Lebenseinstellung, seinen Musikgeschmack und seinen Style angibt. Wieso Metal? Was hat dieses Musikgenre, was macht es aus?
Das ist eine gute Frage, die ich so einfach nicht beantworten kann, aber ich will es versuchen. Bis zum Jahr 2009 hatte ich mit der Musik nichts am Hut, fand sie sogar Kacke. Dann, zu meinem Geburtstag schenkten mir Freunde eine Karte für das das Wacken Open Air Festival. Zu erst skeptisch war ich doch erfreut über das Geschenk. Ein paar Tage Party. Natürlich schaute ich mir auch einige Bands an und bei HEAVEN SHALL BURN ist der Knoten dann endgültig geplatzt wobei HEAVEN AND HELL mit Ronnie Dio auch schon ein Erlebnis war. Schade, dass er letztes Jahr auf meinem Geburtstag gestorben ist.
Was das Genre ausmacht: Selten habe ich friedlichere und freundliche Menschen getroffen, die so offen und hilfsbereit sind. Und insgesamt hat die Szene – obwohl sie nach außen hart, brutal und gefährlich wirkt – einen besonderen Zauber der alle irgendwie zu einer Familie vereint. Und überhaupt – die schlausten, schönsten und hilfsbereitesten Menschen sind Metaller!

2. Mit welcher Band es anfing, sagtest Du ja, mit welchen ging es weiter und welche sind Deine Liebsten?
Wie gesagt, der ausschlaggebende Punkt war der Auftritt von HEAVEN SHALL BURN – ganz besonders als die Band den Song “ENDZEIT” spielte mit dem dazugehörigen Intro. Ansonsten mag ich eine Menge Bands. So finde ich zum Beispiel Gefallen an ARCH ENEMY oder HATEBREED. Aber auch AMORPHIS, IRON MAIDEN, SLAYER, AMON AMARTH oder SIX FEET UNDER finden sich in meinem Regal. Wenn man mich aber im Moment nach meiner Lieblingsscheibe fragt, muss ich ganz klar sagen, dass die KVELERTAK für mich in diesem Jahr den Vogel abgeschossen hat. KVELERTAK ist eine norwegische Band die auch komplett auf norwegisch singt. Der Bandname heißt übrigens übersetzt soviel wie Würgegriff – und genau so ist die Musik. Hat sie dich einmal gepackt, lässt sie einen nicht mehr los!

3. Gibt es in der Musik für dich ein Idol, einen Mythos, eine Legende (tot oder lebendig), die du gerne mal treffen würdest?
Als Kind hatte ich mal Idole, da wollte ich zum Beispiel wie He-Man sein. Aber im Laufe der Jahre habe ich erkannt, dass es wichtiger ist, sein eigenes Idol zu sein und stolz auf sich und das was man geleistet hat zu sein. Und wenn das eigene Leben auch noch so beschissen aussieht, man noch so viele Probleme hat, gibt es doch immer etwas, auf das man selbst stolz sein und daran sollte man – gerade in schwierigen Zeiten – festhalten. Ich habe mir übrigens gerade mal ein Glas Buttermilch geholt. Sollte man viel öfter trinken. Schmeckt nämlich echt gut.
Das ich keine Idole habe, heißt natürlich nicht, dass ich niemanden treffen möchte. Ich treffe mich gerne mit Musikern – große Namen waren allerdings noch nicht dabei. Doch. MADSEN habe ich mal getroffen, aber die waren auch nicht anders als ich. Aber wie gesagt, es gibt keine speziellen Menschen die ich treffen möchte, sondern ich freue mich über jede Bekanntschaft die kreativ ist und zu den Machern dieser Welt gehört – sofern sie nicht gerade Schlager oder Volksmusik produzieren. Würde ich sie aber treffen, wäre es auch nicht schlimm. Was schreibe ich hier überhaupt? ANGELA GOSSOW will ich treffen. Und MARIA BRINK (IN THIS MOMENT) Unbedingt.

4. Würfle ein paar Musiker verschiedenster Bands zusammen und forme eine neue. Wer ist dabei?
Zakk Wylde als Gitarrist, Dave Lombardo an den Drums, bei dem Bassisten tue ich mich ein wenig schwer. Da muss ich überlegen. Ich würde wahrscheinlich Cliff Burton nehmen, auch wenn er schon längst verstorben ist. Stimme ist klar. Da würden Angela Gossow, Freddy Mercury und Mark Greenway was zusammen auf die Beine stellen. Und der Bandname wäre “Die Band mit dem blauen Bulli der eigentlich gelb ist aber rot sein sollte.”

Pirgofabrik 5. Freddie Mercury war und ist für viele einer der besten Sänger aller Zeiten. Was hat ihn ausgemacht? Was war an seiner Stimme, seine Präsenz und seinem Schaffen so besonders und hat er auch Deiner Meinung nach den Metal beeinflusst?
Farrokh Bulsara, Mercurys richtiger Name, war ein Ausnahmetalent. Ein Talent, dass es in dieser Form so schnell nicht wieder geben wird. Er hat Hymnen geschrieben. Hymnen die die Menschheit noch heute bewegen, von den Stühlen reißen, Emotionen erleben lassen. Mercury gab der Band Queen ein Gesicht und ich weiß nicht, ob den Metal beeinflusst hat, aber ich glaube daran. Und den Glauben, den kann mir keiner nehmen. Es waren die Hits wie „We Will Rock You“, „We Are The Champions“ und “Who wants to live forever” deren Anmutung wahnsinnig waren. Aber auch viele andere Songs – die hier nun unerwähnt bleiben, erhalten das Denkmal “Freddy Mercury”, der leider viel zu früh von uns gegangen ist.

6. Was würde Freddie wohl heute singen?
Ich glaube nicht, dass er noch singen würde. Ich glaube eher, dass er Rockopern komponieren würde. Und das mit ganzem Herzen.

7. Weiter oben hast Du die Metal-Szene als friedfertig, offen und hilfsbereit beschrieben. Wieso ist die Außenwirkung anders und was könnte man für mehr Verständnis tun?
Die Außenwirkung ist anders, weil die Menschen es anscheinend so möchten. Totenköpfe, blutende Herzen, abgehackte Körperteile auf T-Shirts und Hoodies, also auf dem Bandmerch eben, erzeugen doch diese Atmosphäre. Und ernsthaft glaube ich auch, dass das so gut ist. Provokation ist ein Stilmittel und als dieses sollte man das auch erhalten. Verständnis verschaffen sich nur die toleranten Menschen, die sich damit beschäftigen – die intoleranten, dummen Menschen haben sich schon ein Urteil gebildet, bevor sie überhaupt mit Dir gesprochen haben. Insofern ist es vielleicht gut, dass alles so ist wie es ist.

8. Was wird die Zukunft des Metal bringen?
Wenn ich das wüsste, bräuchte ich morgen nicht mehr zur Arbeit, denn dann könnte ich auch die Lotto-Zahlen voraus sagen. Nein im ernst. Ich weiß es nicht. Ich denke aber, das es in Zukunft weiter verschiedene Richtungen geben wird und vielleicht besinnen sich auch einige Bands auf die alten Genres. damit diese nicht irgendwann aussterben. Aber wie gesagt, ich weiß es nicht.

9. Die “alten Genres” sind ja z.B. das Untergenre Heavy Metal, was damals Iron Maiden, Black Sabbath oder Judas Priest geprägt haben. Was können sich die heutigen Bands davon abgucken?
Hier ist es wie mit den Idolen. Ich finde es nicht gut, Sachen nachzumachen, auch wenn Du das sicher so nicht meintest. Der eigene Weg ist immer noch der erfolgreichste. Denn wer war der erste Mensch, der über den Ärmelkanal geflogen ist? Richtig Louis Blériot. Und wer war der zweite? Genau, weiß kein Arsch, interessiert keine Sau. Eine Kopie von Rammstein oder eben Iron Maiden will ja auch niemand. Das Einzige, was die jungen Bands sich von den alten abschauen können ist die Liebe zur Musik – und das Durchhaltevermögen. Denn ich glaube fest, dass die ersten Jahre bis Jahrzehnte für Band mit so herrlichen Namen wie Judas Priest, Motörhead, Iron Maiden und Co. auch nicht Pommes und Kino waren.

10. Du gehst auf Welttournee. Mit wem?
Ok. Angenommen ich bin ein großer Schriftsteller und fülle mit meinen Lesungen große Stadien – denn ein Musiker bin ich nicht – würde ich aus meinen Lesungen ein Event machen. Dort würden die Bands spielen, die auch in meinen Büchern vorkommen. Hier könnte ich bei AMORPHIS anfangen, über HEAVEN SHALL BURN gehen und ich könnte mir sogar gut vorstellen, dass Bands wie HAUDEGEN oder vielleicht sogar SIDO einen Gastauftritt bekommen würden. Also vorausgesetzt das…

Danke schön und rock on
Do

10 Fragen an: Caschy

// 29. Dezember 2010 // 2 Kommentare » // 10 Fragen an

Caschy Ein Gesprächspartner. Zehn Fragen. Thema Musik. Rock on.
Diesmal mit Caschy.

1. Welches Album hast Du Dir zuletzt angehört und wie bewertest Du es?
Ach, ich höre den ganzen Tag Musik. Das letzte komplett gehörte Album war wohl das der Fanta4 (Danke). Naja, ich höre die 4 seit meiner Jugend. Ehrlich gesagt sind 2 – 3 Lieder dabei, der Rest ist eher enttäuschend. Die 4 waren nie eine Band, deren Alben fast durchgängig gut waren, im Gegensatz zu anderen Bands, die ich mag (Onkelz, Nightwish).

2. Dein Musikgeschmack scheint vielfältig zu sein. Was magst Du z.B. an dem Symphonic Metal von Nightwish?
Ganz einfach. Der pompöse orchestrale Sound, gemixt mit ordentlichen Gitarren und einer engelsgleichen Stimme.

3. Gibt es in der Musik für dich ein Idol, einen Mythos, eine Legende (tot oder lebendig), die du gerne mal treffen würdest?
Natürlich. Hat jeder. Ich denke Falco oder Freddie Mercury. Zwei großartige Künstler. Von den Lebenden? Mhh. Stephan Weidner wahrscheinlich. Vielleicht auch die Fantas.

4. Falco starb an einem Autounfall, Freddie Mercury an Aids. Posthum haben beide natürlich viele Alben verkauft. Wie erklärst Du Dir, dass Künstler, die zu Lebzeiten schon einiges erreicht haben, nach dem Tod zu Legenden werden?
Du, das erhöhte Medienaufkommen. Lieder werden häufiger gespielt, der Künstler dudelt auf und ab. Altfans kaufen sich vielleicht Platten, die sie vorher nicht besaßen, genau so verhält es sich mit Menschen, die durch die erhöhte Medienbeleuchtung des Künstlers von ihm und vielleicht nicht so bekannten Stücken erfahren.

5. Das “Ausschlachten” der Künstler kann aber auch ein schlechter Nebeneffekt sein. Bei Queen erschien noch “Made in Heaven”, aber bei Michael Jackson beispielsweise sollen in den nächsten Jahren einige Alben erscheinen. Wie stehst Du zu dieser Tatsache?
Zwiespalt. Der echte Fan wird sich über zusätzliches Material freuen. Ich denke, der Fan sollte den Kommerzfilter einsetzen. Man kann nicht nur immer alles schwarz sehen. Man lebt nur einmal, und wenn ich von Freddie Mercury oder Falco definitiv echtes Material bekomme, ja dann gebe ich auch gerne ein paar Euro aus. Über die Musikindustrie denke ich dann nicht nach. Gibt Wichtigeres im Leben. Bereicherung & Ausschlachtung findet immer & überall statt. Irgendwann rächt sich so etwas schon. Arabisches Sprichwort: Ewige Sonne schafft eine Wüste. Aber ich schweife ab :)

6. Wenn Du mehrere Bands zusammenbringen könntest, um ein Album aufzunehmen, wer wäre es und was würde dabei herauskommen?
Ich würde keine Bands zusammenbringen wollen. Ich mag Bands aufgrund ihrer Einzigartigkeit. Und wenn ich schon Musik verschiedener Bands in einem Track anhören möchte, greife ich auf das gute Genre der Mashups zurück :)

7. Welche Mashups könntest Du empfehlen und warum? Und welches Mashup fehlt Deiner Meinung nach noch?
Hörbar und zu empfehlen ist auf jeden Fall DJ Schmolli. Gab ein wunderbares Falco re:loaded Album im Jahre 2008. Mashups die mir fehlen? Mehr Eurodance!

8. Die Eurodance Zeit boomte in den 90ern. Was war sonst noch besonders in den 90ern? Was hat Dir viel bedeutet in der Musik? Wie hast Du die 90er erlebt?
90er. Meine “wilde Zeit”. Was war besonders? Es gab noch echte Ost- / West-Konflikte. Weltmeister wurden wir. Borussia Dortmund war sehr erfolgreich. Obwohl als trashig verschrien, liebe ich Eurodance. Wahrscheinlich hole ich mir damit Erinnerungen zurück. Jugend. Unwiederbringbar.

9. Welche Musik gehörte noch zu Deiner Jugend?
Onkelz. Manowar. Iron Maiden. Bodycount. J.B.O.

10. Du gehst auf Welttournee. Mit wem?
Bob Marley, Falco, DJ Bobo

Danke schön.
Do

10 Fragen an: Konna

// 10. Juli 2010 // 3 Kommentare » // 10 Fragen an

konna Ein Gesprächspartner. Zehn Fragen. Thema Musik. Rock on.
Diesmal mit Konna.

1. Was hat Rock mit mittelalterlichen Einflüssen für einen Zauber über sich, dass so viele Menschen gerne zuhören?
Die Kombination traditioneller Instrumente mit moderner Musik und Technik lässt einfach eine völlig neue klangliche Welt entstehen. Außerdem hat das Mittelalter so viel Charme, das transportieren die modernen Interpretationen des alten Text- und Liedgutes sehr gut.

2. Nenne ein paar Songs oder Bands, die Dir aus diesem Bereich besonders etwas geben.
Als Bands wären da natürlich die Klassiker In Extremo und Saltatio Mortis zu nennen, die ja auch von den Mittelaltermärkten kommen. Das Palästinalied, das von eigentlich jeder Mittelalter-Rock-Formation, die etwas auf sich hält, interpretiert wird, ist mit seinem mittelhochdeutschen Text sicher ein Alltime-Favourite. Aber vor allem auch die Songs in lateinischer Sprache sind für mich als Lateinstudent natürlich besonders hervorhebenswert.

3. Gibt es in der Musik für dich ein Idol, einen Mythos, eine Legende (tot oder lebendig), die du gerne mal treffen würdest?
Nein, eigentlich nicht. Bei mir steht die Musik immer deutlich mehr im Vordergrund als die Person(en) dahinter. Mir ist zwar bewusst, dass die untrennbar miteinander verbunden sind, aber ich halte nicht viel von diesem Personenkult, der vielfach praktiziert wird. Und mit den meisten Größen von Freddy Mercury bis Elvis Presley kann ich auch nicht wirklich viel anfangen.

4. Eben sagtest Du, dass die Kombination traditioneller Instrumente und moderner Technik ein tolles neues Klangbild entstehen lässt. Welche Entwicklung wünscht Du dir in diesem Genre?
Eigentlich sind die Bands in diesem Genre schon sehr experimentierfreudig, wodurch das Genre im Vergleich mit anderen schon sehr vielfältig ist. Allerdings gehen viele Bands dahin, mehr und mehr ihre eigenen Texte zu schreiben, da würde ich mir wünschen, mehr Traditionelles zu hören und vor allem nicht immer nur die üblichen Songs.

Gedankendeponie 5. Ich persönlich habe gemerkt, dass einige Bands in den neueren Alben sehr viel mehr Rock als Folk spielen. Wenn Du sagst, dass mehr Traditionelles gespielt werden sollte, wie können die Bands die Mischung perfekt ausbalancieren?
Schwere Frage. Es kann auf jeden Fall nicht das Ziel sein, auf Krampf den Anteil der mittelalterlichen Instrumente zu erhöhen, die Songs sollen ja auch nicht überfrachtet wirken. Ehrlich gesagt weiß ich darauf keine wirkliche Antwort, die Bands werden ja sicherlich ihre Gründe haben, den Rockanteil zu erhöhen, deshalb kann ich auch nicht wirklich direkte Empfehlungen aussprechen. Letztlich ist mir ein guter Rocksong mit wenigen traditionellen Elementen lieber als ein nur noch mittelmäßiger Song mit altem Text und vielen traditionellen Instrumenten. Ich sehe diese Entwicklung also weniger kritisch.

6. Gehen wir in eine andere Richtung. Welche Band/Künstler hat in den letzten Jahren einen erwähnenswerten Sprung gemacht?
Der auffälligste Sprung wurde sicher von Unheilig gemacht, allerdings weniger von der musikalischen Entwicklung her als viel mehr durch die Wirksamkeit in der Öffentlichkeit, die die Band neuerdings erfährt. Der “Graf”, wie sich der Sänger und Mastermind der Band nennt, macht schon seit 10 Jahren richtig gute Musik und war in Szenekreisen schon sehr lange ein absoluter Topact, mit dem riesigen Erfolg des aktuellen Albums “Große Freiheit” haben sie aber wohl selbst kaum gerechnet. Obwohl das Gothic/NDH/Electro-Genre ja eher ein Nischendasein fristet, wird die Band nun auch regelmäßig im Radio gespielt und man sieht sie oft im TV – dabei haben sich musikalisch über die Jahre gesehen eigentlich nur Nuancen verändert.

Aber auch andere Bands wie Subway To Sally oder Letzte Instanz haben sich in den letzten Jahren extrem gut gemacht und viele neue Fans gewinnen können mit ihrer Entwicklung. Auch wenn einige alte Fans mit dieser Entwicklung weniger einverstanden sind, sehe ich bei beiden ebenfalls die Fortschritte. Bands müssen sich entwickeln und diesen beiden gelingt es meiner Meinung nach besonders gut.

7. Verändern sich die meisten Bands/Künstler der nicht so bekannten Genres, wenn Sie in die Charts kommen oder ist das nur ein Trugschluss?
Eher umgekehrt. In den meisten Fällen kommen die Bands doch erst in die Charts, nachdem sie irgendetwas verändert haben. Dann haben wir den Fall, dass die meisten denken, dass die Band oder der Künstler sich verbiegen, nur um mehr Geld zu verdienen und das ja alles voll der Kommerzmist ist. So eine Ansicht finde ich engstirnig, aber das ist ja nicht die Frage. Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass Künstler in den Charts ihre Musik mehr Richtung “Mainstream” ändern, wie man so oft hört. Man zeige mir eine Band, die ihre Musik komplett verändert hat, nachdem sie in den Charts war. Das zu machen wäre eigentlich ziemlich blöd.

8. Nehmen wir mal die Band Nightwish. Viele “ältere” Fans sagten, dass das Album Once zu sehr auf Kommerz getrimmt wurde. Stimmt dies oder ist das, wie Du sagst, etwas zu engstirnig kommentiert?
Ich bin jetzt kein ausgewiesener Nightwish-Fan oder Experte, aber gerade der Song “Nemo”, der es ja dann auch in die Charts geschafft hat, gefällt mir ziemlich gut. Und der Song ist nun wirklich keine musikalische 180-Grad-Wendung gewesen. Eher ein guter und behutsamer Einstieg in das Genre und das finde ich völlig legitim, auf diesem Weg neue Hörerkreise anzusprechen und zum Weiterhören anzuregen. Und man kann solche Songs auch einfach als Experiment sehen. Und solange die Band hinter dem Song oder hier auch hinter dem Album steht, sehe ich da gar kein Problem und finde andere Denkweisen tatsächlich engstirnig. Man sollte Alben einer Band nicht immer an den vorherigen messen, sondern jedes Album für sich sehen.

9. Die Charts sind in den letzten Jahren sehr vielfältig geworden. Unheilig auf Platz 1, die A Cappella Gruppe Wise Guys ganz vorne dabei, Swing mit Michael Bublé oder Rock mit Peter Maffay. Unter anderem alles bedingt durch die Mitzählung der Downloads. Was kann man noch verbessern?
Eine interessante Erhebung wäre noch, die Abrufzahlen von Videos im Internet zu zählen und mit einzurechnen, also etwa wie oft ein Musikvideo auf YouTube angesehen wurde. Allerdings lässt sich das wohl viel zu einfach manipulieren. Ich muss sagen, dass die Charts (v.a. die Singlecharts) für mich schon lange keine Bedeutung mehr haben, da das meiste, was dort vertreten ist, einfach nicht meinem Geschmack entspricht. Eine konkrete, realistische Verbesserung fällt mir nicht ein und ist auch nichts, was ich unbedingt brauche, ich informiere mich über andere Wege (Blogs, Last.fm, usw.) über Musik.

10. Du gehst auf Welttournee. Mit wem?
Mit den Jungs von Saltatio Mortis, die haben Backstage immer sehr viel Spaß, wie man so hört. ;-)

Danke schön.
Do

10 Fragen an: Feronia

// 10. Juni 2010 // 1 Kommentar » // 10 Fragen an

Feronia Ein Gesprächspartner. Zehn Fragen. Thema Musik. Rock on.
Diesmal mit Feronia.

1. Du schreibst Du bist bibliophil, sammelst also seltene oder schöne Bücher. Welche Alben oder welche Künstler würden bei Dir auf den ersten drei Plätzen landen?
Also 3: Viva la Vida von Coldplay
Platz 2: Songs About Jane von Maroon 5
Platz 1: Hefty Fine von The Bloodhound Gang
Wobei ich bei Musik weniger auf das Cover achte als bei Büchern!

2. Was denkst Du ist das Erfolgsgeheimnis von Bands wie Coldplay? Ist es der sehr eigene Stil oder etwas vollkommen anderes?
Ob es der eigene Stil ist, weiß ich gar nicht. Ich glaube, es gehört einfach das Glück dazu, dass richtige Lied zum richtigen Zeitpunkt zu haben. Musik bedeutet für mich und viele andere vermutlich auch einfach Stimmung. Wenn man dann die richtige Stimmung transportieren kann, hat man schon fast gewonnen.

3. Gibt es in der Musik für dich ein Idol, einen Mythos, eine Legende (tot oder lebendig), die du gerne mal treffen würdest?
Ja, ich würde gerne einmal Jovanotti treffen und mit ihm in Milano Apperitivo trinken gehen!

4. Jovanotti ist wohl vielen nicht bekannt. Der Italiener hatte seine größten Hits mit den Songs Serenata Rap und L’ombelico del mondo. Was fasziniert Dich an ihm?
2004 war ich 4 Monate in als Aupair in Mailand, Rom ist eine meiner liebsten Städte. Jovanotti ist für mich auch eine Stimmungssache. Auch seine letzten beiden Alben, Buon Sangue und Safari haben mich einfach begeistert.

5. Wird Deiner Meinung nach in Deutschland zu wenig Musik gehört, die nicht in englisch oder deutsch gesungen wird?
Das zu sagen finde ich schwierig. Musik auszuwählen ist etwas sehr persönliches, da würde ich niemandem Vorschriften machen wollen. Auch mal in fremde Gegenden zu schauen hat allerdings noch niemandem geschadet!

6. Welche Wege wird die Musik zukünftig gehen, um an die Hörer gebracht zu werden?
Meine dicke, schwarz-weiße Fellkugel von Kater weigert sich leider, mir die Zukunft vorherzusagen. Aber das Internet wird sicher wichtig bleiben und noch wichtiger werden.

7. Du hast die Möglichkeit, zwei Musiker zu einem Auftritt zu bewegen, die aus zwei völlig unterschiedlichen Genres kommen. Wer wird es sein?
Ich würde gern Kate Earl mit Jovanotti zusammenstecken!

8. Was würde aus einem Gemisch Singer/Songwriter und italienischem Rap herauskommen?
Naja, Jovanotti schreibt ja auch selbst und ist längst nicht nur Rap, allein sein letztes Lied “Baciami ancora” zeigt das sehr gut! Deswegen wäre das sicher eine sehr interessante und fruchtbare Mischung!

9. Welches Lied bringt Dich zum Lachen, welches zum Weinen?
Also zum Lachen bringt mich derzeit das Album Von der Askese zu Ekstase von Büro am Strand, besonders “Kreidebleich” und “Schön versaut”. Zum Weinen brauch ich eigentlich ein Buch, aber bei Roger Whittaker muss ich vor Verzweiflung weinen! Ansonsten sind die Jungs von Snow Patrol rührig, Chasing Cars vor allem!

10. Du gehst auf Welttournee. Mit wem?
Mit OASIS, das muss Spaß sein!

Danke schön.
Do

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