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	<title>heunihome - the long road &#187; Gastartikel</title>
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	<description>Musik, Hörspiele, Brettspiele, Kartenspiele, Rollenspiele, poetische Texte und Zeugs</description>
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		<title>Computer Love</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 11:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heuni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Hörspiele und Hörbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl]]></category>
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		<description><![CDATA[Guten Tag, Guten Tag. Mein Name ist Sascha und im Normalfall schreibe ich drüben auf endgueltig.com. Heuni war so freundlich und hat mich gebeten einen Gastbeitrag, für die Zeit seines Urlaubs auf der Insel, zu schreiben. Das mache ich selbstverständlich gern und ich überlegte gar nicht lange, worüber ich denn schreiben soll. Es war klar, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="float:right; margin:0 0 10px 15px; width:240px;">
		<img src="http://farm5.static.flickr.com/4109/5011364056_ab1a8cbe5f_m.jpg" width="240" />
		</p><p>Guten Tag, Guten Tag.</p>
<p>Mein Name ist Sascha und im Normalfall schreibe ich drüben auf <a href="http://www.endgueltig.com" target="_blank" class="liexternal">endgueltig.com</a>. Heuni war so freundlich und hat mich gebeten einen Gastbeitrag, für die Zeit seines Urlaubs auf der Insel,  zu schreiben. Das mache ich selbstverständlich gern und ich überlegte gar nicht lange, worüber ich denn schreiben soll. Es war klar, es muss um Hörbücher gehen. Ich bin ein ganz großer Fan von Hörbüchern und mittlerweile höre ich viel mehr, als das ich selber lese. Hörbücher sind ja seit einiger Zeit auf dem Vormarsch und werden immer beliebter. Ich möchte hier nun also einmal zwei Hörbücher vorstellen, die der werte Leser hier sonst wohl eher nicht finden würde.<br />
Ich spreche von den beiden Büchern &#8220;<strong>Gut gegen Nordwind</strong>&#8221; und &#8220;<strong>Alle sieben Wellen</strong>&#8221; von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Glattauer" rel="nofollow" class="liwikipedia">Daniel Glattauer</a>.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Gut gegen Nordwind:</span></strong><br />
Emmi Rothner und Leo Leike, die beide in der gleichen Großstadt wohnen, begegnen sich durch einen Schreibfehler zufällig virtuell. Anfangs zögerlich, beginnt alsbald ein stetiger Email-Briefwechsel.<br />
Für beide wird dieser Austausch zu einem Ventil, weil sie sich ganz so geben können, wie sie wirklich sind. Es kommen vermehrt Gefühle ins Spiel, die eigentlich nicht sein sollten, denn Emmi ist glücklich verheiratet und auch Leo ist von einer gescheiterten Beziehung gezeichnet. Alles läuft auf das große Ziel – ein persönliches Treffen – hinaus, doch würden sie damit nicht eine Illusion zerstören?</p>
<p><img class="alignleft" src="http://farm5.static.flickr.com/4109/5011364056_ab1a8cbe5f_m.jpg" alt="nordwind" width="240" height="240" />Daniel Glattauer trifft mit diesem Roman in jedes Romantiker-Herz. Manche Formulierungen sind so genial, dass man nur noch staunt. Entgegen dem Klischee vom lieblosen und hingeworfenen Email-Verkehr zeigt dieser Roman, dass man auch auf diese Art niveauvoll kommunizieren kann.<br />
Das SIE bis zum Schluss irritiert zwar etwas, macht das Ganze aber irgendwie noch wirklicher, denn beide</p>
<p>verlieren nie den Respekt voreinander, auch wenn sie sich gegenseitig schon mal verletzen. Man überlegt als Hörer unwillkürlich, wie man sich in der einen oder anderen Situation selbst verhalten würde. Großartig dargestellt ist Emmis Zerrissenheit zwischen eigentlich glücklicher Beziehung, aber der steten Suche nach mehr. Sie lässt sich voll auf ihren virtuellen Leo ein, was auch zu extremen Eifersuchtsanfällen führt.</p>
<p>Durch die teilweise recht kurzen Email-Antworten eignet es sich natürlich hervorragend als Hörbuch. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Berkel" rel="nofollow" class="liwikipedia">Christian Berkel</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Sawatzki" rel="nofollow" class="liwikipedia">Andrea Sawatzki</a> lesen diesen Roman, der komplett nur aus E-Mails besteht einfach großartig.</p>
<p>Das Ende ist für einen Romantiker zwar etwas unbefriedigend, war aber vorauszusehen. Inzwischen gibt es ja bereits eine Fortsetzung und von der möchte ich eben auch noch kurz berichten.<br />
<a href="http://anon.amazon-de.speedera.net/anon.amazon-de/all-media/books/hoerh/Classic_0808/9783899034158.mp3" class="liexternal">Hörprobe</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Alle sieben Wellen:</span></strong><br />
Es ist die Fortsetzung von Gut gegen Nordwind, geschrieben von Daniel Glattauer. Wer dieses Buch kennt, der kennt auch Emmi und Leo. Und genau das ist Alle sieben Wellen: Emmi und Leo pur!<br />
Wenn man hört, dann ist man Emmi und man ist auch Leo. Man taucht ein in die Welt der beiden, fliegt zwischen zwei Emailpostfächern hin und her und kann erst nach und nach langsam wieder auftauchen.<br />
Selbst Tage nachdem man das Hörbuch gehört hat, kann man sich nicht dem Charme, den Gedanken und Gefühlen entziehen, die dieses Hörbuch entfacht. Immer wieder schweift man geistig ab und muss an diese Geschichte denken.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://farm5.static.flickr.com/4148/5010761265_39d7446984_m.jpg" alt="sieben wellen" width="240" height="240" />Es ist unfassbar, wie außerordentlich Daniel Glattauers Sprachgefühl ist und wie er aus kleinen Dingen, die man sonst vielleicht gar nicht beachten würde, etwas Großes und Wunderbares macht. Auch diese Fortsetzung wird wieder von Christian Berkel und Andrea Sawatzki gelesen und ist eben auch stimmlich in der oberen Liga anzusiedeln.</p>
<p>Die Geschichte löst einfach alle möglichen Gefühle beim Hörer aus. Begeisterung, unbändige Freude, Wärme und Wohligkeit, aber auch: Angst, Trauer, Frustration, Mitleid, Nervosität….. die Liste ist unendlich fortsetzbar. Eindrucksvoll ist auch, wie es dem Autor gelingt, seinen unvergleichlichen Wortwitz mit einer tiefgründigen Gefühlssensibilität zu verbinden. Man befindet sich stets an einer Kreuzung zwischen Lachen und Weinen&#8230;<br />
<a href="http://anon.amazon-de.speedera.net/anon.amazon-de/all-media/books/hoerh/Classic0209/9783899036480.mp3" class="liexternal">Hörprobe</a></p>
<p>So, da staunt ihr alle. So eine kitschige Sache und das aus der Feder eines Mannes. HaHa, also erstens sollten Männer auch romantisch sein und zweitens ist es gar nicht so kitschig wie es klingt; die Geschichte zieht einen eben dadurch, dass sie nur aus Mails besteht, irgendwie in den Bann und das ist wirklich toll.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2003 - 2012 by <a href="http://www.heunihome.de/" title="heunihome - the long road" class="liexternal">heunihome</a> (digitalfingerprint: 55cd6e83eae65b9dbc6bee51dab34acf)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Mein Tag der Deutschen Einheit</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 08:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heuni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastartikel]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Feiertag]]></category>
		<category><![CDATA[Tag der Deutschen Einheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo, mein Name ist Sascha. Der ein oder andere kennt mich vielleicht schon als Kommentator hier auf Heunis Blog. Oder ihr habt möglicherweise sogar schon mal meinen Blog gesichtet.net besucht. Jedenfalls genießt Heuni ja momentan das britische Wetter &#8211; kann man das überhaupt genießen? Hm, drücken wir es lieber so aus: er genießt die britische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, mein Name ist Sascha. Der ein oder andere kennt mich vielleicht schon als Kommentator hier auf Heunis Blog. Oder ihr habt möglicherweise sogar schon mal meinen Blog <a href="http://gesichtet.net" class="liexternal">gesichtet.net</a> besucht. Jedenfalls genießt Heuni ja momentan das britische Wetter &#8211; kann man das überhaupt genießen? Hm, drücken wir es lieber so aus: er genießt die britische Atmosphäre <img src='http://www.heunihome.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Damit es in seiner urlaubsbedingten Abwesenheit nicht ganz so ruhig hier wird und ihr euch nicht langweilen müsst, hab ich mich bereit erklärt, hier einfach mal einen Gastartikel zu schreiben. Und was läge da näher, als den heutigen Tag zum Programm zu machen? <img src='http://www.heunihome.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der 3. Oktober, der Tag der deutschen Einheit. Könnt ihr euch noch daran erinnern, als damals die Mauer fiel? Wenn ich später mal alt bin&#8230; also ich meine so richtig alt, nicht nur so ein bisschen, also nicht so wie jetzt, wo ich mich mit meinem Alter langsam aber stetig und unaufhaltsam aus den 20ern herausbewege&#8230; jedenfalls, wenn ich später mal so im typischen Großvater-Alter bin, dann kann ich zu den jungen Menschen sagen, ja, ich war dabei, als damals die Berliner Mauer gefallen ist.</p>
<p>Jedenfalls kann ich das sagen, wenn man sich dann noch an die Mauer erinnert. Wenn ich mir allerdings ansehe, wie nach all den bisherigen Jahren noch fleißig -mal eher scherzhaft, mal ganz ernsthaft- zwischen &#8220;Ossis&#8221; und &#8220;Wessis&#8221; unterschieden wird, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass man sich auch in vielen Jahren, wenn ich im typischen Großvater-Alter bin, noch an die Mauer erinnern wird. Oder zumindest daran, dass dieses Land mal geteilt war. Selbst dann, falls es den Tag der deutschen Einheit in der Zukunft nicht mehr geben sollte. Wird ja schließlich immer gerne darüber nachgedacht, ihn zu streichen, wenn es der Wirtschaft mal wieder schlecht geht und die Leute mehr arbeiten sollen. </p>
<p>Wer braucht da schon einen Nationalfeiertag? War ja nur DAS Ereignis, auf das seit Bestehen des Grundgesetzes nach dem Krieg hingearbeitet wurde&#8230; und auf dass laut Präambel im Grundgesetz auch hingearbeitet werden musste. Also eigentlich ein ziemlich besonderer Tag. Immerhin hat man damals tatsächlich mal etwas gemacht, was im Sinne der Väter des Grundgesetzes war. Sowas kommt ja heute nicht mehr so häufig vor, wenn man den ganzen erfolgreichen Verfassungsbeschwerden gegen Gesetze und Beschlüsse verschiedenster Art glauben kann.</p>
<p>Wie auch immer: ich war dabei, kann ich sagen. Zumindest ein bisschen. Also nicht live vor Ort. Dafür war Berlin zu weit weg. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich gar nicht mehr, ob und wie ich das damals erlebt habe. Schließlich war ich noch ein Kind. Das ist schon ärgerlich! Also nicht die Kindheit an sich, die war schön. Merkt man leider auch meist erst später, wenn man erwachsen(er) ist. Da merkt man dann auch erst die historische Tragweite eines Ereignisses wie den Mauerfall einzuordnen. Wobei das nichts mit dem Alter zu tun hat. Manche sind uralt, und können oder wollen es immer noch nicht verstehen. </p>
<p>Jedenfalls ist es rückblickend total ärgerlich. Da war man bei einem der größten nationalen Ereignisse der Geschichte des eigenen Landes &#8220;dabei&#8221;&#8230; und irgendwie wieder auch nicht. An den 11. September kann ich mich noch prima erinnern. Auch durchaus ein geschichtsträchtiges Datum. Da war ich auch bedeutend älter. Ich weiß noch genau, wo ich war und wie es war, als ich mitbekam, was da in den USA passiert war. </p>
<p>Aber was habe ich beim Fall der Berliner Mauer gemacht? Oder als die Verträge zur Wiedervereinigung unterschrieben wurden? An den Tagen und Ereignissen, denen wir nun jährlich am 3. Oktober gedenken&#8230; solange es den Feiertag noch gibt. Ich weiß es nicht mehr, kann mich nicht erinnern. Sehr ärgerlich. Aber das muss ja niemand erfahren. In vielen, vielen Jahren, wenn ich im Großvater-typischen Alter bin, wird niemand danach fragen. Und wenn doch, dann kann ich die Gedächtnislücken auf das Alter schieben&#8230; wie praktisch. Und immerhin kann ich dann dennoch behaupten: ja, ich war damals dabei!</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2003 - 2012 by <a href="http://www.heunihome.de/" title="heunihome - the long road" class="liexternal">heunihome</a> (digitalfingerprint: 55cd6e83eae65b9dbc6bee51dab34acf)</small>]]></content:encoded>
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		<title>D&amp;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil IV</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 12:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heuni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Artikel wurde geschrieben von Mark, der selber ein begeisterter Rollenspieler ist. Pen &#038; Paper-Rollenspiele kommen ja teilweise mit einer fast schon manisch zu nennenden Detailversessenheit daher, die sich darin äußert, dass der Bestand an Daten und Wissen über die jeweilige Hintergrundwelt derart umfangreich ist, dass ihn kein normaler Mensch je komplett internalisieren kann. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='series_toc'><h4>Inhaltsangabe von Rollenspiel erklärt</h4><ol><li><a href='http://www.heunihome.de/2007/10/09/add-rollenspiel-erklaert-teil-i/' title='D&amp;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil I'>D&#038;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil I</a></li><li><a href='http://www.heunihome.de/2007/10/10/add-rollenspiel-erklaert-teil-ii/' title='D&amp;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil II'>D&#038;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil II</a></li><li><a href='http://www.heunihome.de/2007/10/30/add-rollenspiel-erklaert-teil-iii/' title='D&amp;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil III'>D&#038;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil III</a></li><li>D&#038;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil IV</li><li><a href='http://www.heunihome.de/2008/04/05/add-rollenspiel-erklaert-teil-v/' title='D&amp;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil V'>D&#038;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil V</a></li></ol></div> <p><em>Dieser Artikel wurde geschrieben von <a href="http://marschflugkoerper.wordpress.com/" title="m.arschflugkoerper" class="liexternal"><strong>Mark</strong></a>, der selber ein begeisterter Rollenspieler ist.</em></p>
<p>Pen &#038; Paper-Rollenspiele kommen ja teilweise mit einer fast schon manisch zu nennenden Detailversessenheit daher, die sich darin äußert, dass der Bestand an Daten und Wissen über die jeweilige Hintergrundwelt derart umfangreich ist, dass ihn kein normaler Mensch je komplett internalisieren kann. Ich meine, wenn die reale Welt in ihren Ausprägungen schon so unüberschaubar geworden ist, dann ist jedes Lernen von Wissen über ein imaginierte Welt ein Zusatzaufwand. Der natürlich durchaus Spaß machen kann, soviel vorneweg.</p>
<p>Diese überbordende Fülle an Details ist zum einem dem ökonomischen Impuls des Marktes geschuldet. Wenn tausende Rollenspieler immer mehr über die Welt wissen wollen, in der sie ihre Abenteuer erleben &#8211; und gleichzeitig noch einen Spielcharakter entwickeln wollen &#8211; dann ist steter Nachschub an Daten gefragt. Und somit ward das Ressourcenbuch geboren.</p>
<p>In diesen Büchern findet man unzählige Orte, Monster, Waffen, Rüstungen, Schätze, Fallen, Hüte, Mützen, Unterhosen, Stiefel, Krimskrams und alle anderen erdenklichen Sachen. Und die bringen uns zum wirklichen Motor dieser immensen Wissenspools, die sich um jedes Rollenspielsystem bilden. Denn der kollektive Vorgang des Eintauchens in eine imaginierte Welt, wenn wir uns im Geiste das Schwerthalfter umbinden oder den Bogen auf den Rücken schnallen und uns in wahnwitzige Abenteuer stürzen, ist ein rein abstrakter.</p>
<p>Und zugegeben, der Abstraktionsschritt von einem Tisch mit leeren Pizzakartons und Unmengen an zuckerhaltigen Getränken hin zu Zwergenminen und magisch befestigten Burgen ist sehr groß und erfordert einiges an Vorstellungskraft. Und es bleibt nur eines übrig, was als fassbares Objekt dieser Ereignisse und Geschichten wirklich greifbar ist. Ein materielles Ding, das wir mit unseren Händen anfassen können und gleichzeitig die umfassendste Annäherung an das, was wir spielen: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Character_sheet" title="Charakterbogen" rel="nofollow" class="liwikipedia">unser Charakterbogen</a>.</p>
<p>Der Charakterbogen, eigentlich nur eine profane Auflistung an Daten und Zahlen, deren Aussagekraft sich darauf beschränkt, was wir ihnen zuschreiben. Was wir in ihnen sehen. Die Welt, die dahinter liegt, wenn man es so sagen will. Erst durch unsere Striche auf diesem blanken Papier wird die Welt dahinter lebendig, entstehen Protagonisten und die Geschichten in denen sie leben. Diese Geschichten hinterlassen Spuren, schreiben sich ein in dieses simple Blatt Papier und sind unser einziger Zugriff auf diese Erfahrungen, ganz zu schweigen von den Erfahrungspunkten.</p>
<p>Jeder Rollenspieler weiß, wie sich ein frisch erstellter Charakterbogen anfühlt: noch ohne Leben, eine reine Ansammlung von Strichen, die darauf wartet, mit Leben gefüllt zu werden. Die darauf wartet, dass mit ihr eine Geschichte erzählt wird.</p>
<p>Trotzdem, ein Charakterbogen kann nur in einem begrenzten Kontext seine Geschichte erzählen. Nur wenige wissen zwischen Kaffeerändern und Tintenklecksen zu lesen.</p>
<p>Für alle anderen bleiben diese Geschichten unerzählt.</p>
<p><em>Dieser Artikel wurde geschrieben von <a href="http://marschflugkoerper.wordpress.com/" title="m.arschflugkoerper" class="liexternal"><strong>Mark</strong></a>, der selber ein begeisterter Rollenspieler ist.</em></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2003 - 2012 by <a href="http://www.heunihome.de/" title="heunihome - the long road" class="liexternal">heunihome</a> (digitalfingerprint: 55cd6e83eae65b9dbc6bee51dab34acf)</small> <div class='series_links'><a href='http://www.heunihome.de/2007/10/30/add-rollenspiel-erklaert-teil-iii/' title='D&amp;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil III'>Vorheriger Beitrag der Serie</a> <a href='http://www.heunihome.de/2008/04/05/add-rollenspiel-erklaert-teil-v/' title='D&amp;D &#8211; Rollenspiel erklärt Teil V'>N&auml;chster Beitrag der Serie</a></div>]]></content:encoded>
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