Archiv für August and everything after

“Ein gewisser Konna”

// 18. April 2011 // 2 Kommentare » // August and everything after

Der Rauch zog im gesamten Zimmer umher. Die Sonnenstrahlen drangen nur widerwillig durch den herunter gelassenen Rollladen und das Licht flutete das Zimmer in helle und dunkle Linien.
Dann kam er herein. Mittelgroß. Bärtig. Dunkle Haare. Auf den ersten Blick dachte ich: “Dies kann nur ein Geschichtsstudent sein!”, und ich behielt recht.
Dieser Mann, der den Decknamen Konna trug, erzählte mir die ganze Story. Wie er eine Beitragsserie aus der feuchten, nassen Schublade kramte. Und seine brutale erste Tat, als er eine gewisse Hanna auf die “Guter Bulle, böser Bulle”-Manier mit Tischlampe im Gesicht mit Fragen löcherte, nur um seine gewünschten Infos aus ihr heraus zu bekommen.
Ich wusste nicht, womit ich es zu tun bekam, aber ich war mir sicher, dass ich diesen Fall annehmen musste. Egal was dieser ominöse Konna von mir verlangte.
Als er leicht spuckend und mit wahnsinnigen Augen seine Geschichte vollendete und einige Sekunden tief atmend Stille herrschen ließ, fragte ich leise aber bestimmend: “Wie kann ich Ihnen also helfen?”
Doch mit einer solch wuchtigen Antwort hatte ich nicht gerechnet. Er sprang über den Schreibtisch, der Deckenventilator wackelte unsicher an seiner nicht mehr ganz frischen Verschraubung, schnappte sich das Telefonkabel und band mit die Hände auf den Rücken des Schreibtischstuhls. Ich war wie gelähmt und konnte gar nicht eingreifen, ehe er mit ebenfalls meine Lampe ins Gesicht hielt und mit kranken Augen sagte:
“So, nun bist Du an der Reihe!”

Bild von Martin Gommel von Flickr unter folgender Lizenz

Was fehlt ist Freiheit?

// 15. April 2011 // 4 Kommentare » // August and everything after, Musik

Ich schreibe gerade einen Songtext zum Thema Freiheit. Es geht prinzipiell darum, dass man meist in seinem Trott durch den Tag geht, morgens aufsteht und sich abends hinlegt. Mein Songtext ist noch nicht fertig, aber ich werkle an ihm und werde ihn irgendwann einmal mit anderen Musikern aufnehmen. Aber nun wird sich mit einigen Fragen beschäftigt:

Was ist aus unserer jugendlichen Freiheit geworden?
Der Unbeschwertheit im Alltag?
Der Faszination am Tun und Lassen was einem gerade in den Sinn kommt?

Es gibt aber verschiedene Interpretationen, speziell auch in der Musik, und speziell für mich im Bereich Rock.
Ich zitiere nun vier Songtexte, die sich nicht unterschiedlicher mit dem Thema Freiheit befassen könnten.

In Extremo sang:
“Frei zu sein,
bedarf es wenig,
nur wer frei ist,
ist ein König,
Schamlos nimmt der dreiste Dieb,
denn er ist seines Glückes Schmied”

(In Extremo – Frei zu sein vom Album Saengerkrieg)

Ist man ein Dieb, wenn man sich die Freiheit nimmt?
Auf jeden Fall bedarf es nicht viel, um frei zu sein.
Was könnte das also bedeuten? Man braucht nicht viel könnte heißen, dass man einfach seinen Gedanken freien Lauf lassen sollte, sich nicht selbst unter Stress zu setzen, obwohl man stressige Situationen erlebt.
Oder ist es etwa die einfache Tatsache, dass man einfach mal aus seinem Alltag ausbrechen muss?

Saltatio Mortis sang:
“Lass’ mich frei und ich komm stets’ zu dir zurück,
Fang mich ein und ich muss sterben,
sterben für dein Glück,
Lass’ mich frei!”

(Saltatio Mortis – Freiheit vom Album Aus der Asche)

Saltatio Mortis hingegen singt davon, dass jemand, das kann der Partner, ein Freund oder die Familie sein, nicht den die komplette Person in Anspruch nehmen darf. Bleiben wir beim Beispiel Partner.
Besteht der Partner darauf, dass man unter der Woche nichts mit seinen Freunden unternimmt, z.B. auf ein Bierchen in die Kneipe oder besteht er sogar darauf, dass am Wochenende immer etwas zu zweit unternommen werden soll?
Dies kann laut diesem Songtext auf Dauer nicht gut gehen, da man den anderen zu sehr einschränkt.
Lässt man seinem Partner hingegen Freiheiten, die er braucht (und das kann bei jedem Menschen etwas Unterschiedliches sein), dann ist die Beziehung und damit die Stimmung viel besser und kann dadurch sogar länger halten.

Schandmaul sang:
“Bin unterwegs, bin auf der Reise.
Ich will nirgendwo hin.
Bin unterwegs, auf meine Weise,
und das ist der Sinn.
Bin unterwegs und mich umgibt
Ein Duft von Freiheit und See.
Die Erde dreht sich nur um mich,
in ihrem Mittelpunkt ich steh.”

(Schandmaul – Bin unterwegs vom Album Kunststück)

Die Band Schandmaul geht hier einen ganz anderen Weg. Nämlich einen freien Weg. Es geht um einen Menschen, der sich treiben lässt, stets mit dem Wind um die Nase nach vorne schaut, seinen Weg geht und sich von nichts betrüben lässt. In kleinen Augenblicken, sei es ein Geruch am Meer, einem vertrauten Geräusch oder einer tollen Umgebung – in solch kleinen Momenten dreht sich die ganz Welt nur um einen selbst. Und dann, dann ist man frei.

Letzte Instanz sang:
“Wenn du das Blau erreichst, die bittere Kälte den Mut vereist,
von Horizont zu Horizont siehst du das weite Land.
Doch wenn du nur weit genug fliegst, siehst du, dass der Rand sich verschiebt.
Auch wenn der Sturm dir entgegen weht, schau weiter und flieg, solange es geht!”

(Letzte Instanz – Sturmvogel vom Album Wir sind gold)

Hier wird von der Letzten Instanz ganz klar darauf aufmerksam gemacht, dass man die Hoffnung und den Glauben an seine Taten niemals aufgeben darf. Man muss weiterhin seinen Weg gehen, nach vorne schauen und Hindernisse aus dem Weg räumen. Denn hinter den Hindernissen folgt der Horizont. Und genau der möchte erreicht werden.

Wie können wir also die vier völlig unterschiedlichen Songtexte vergleichen und miteinander kombinieren?
Wir nehmen die Kernaussagen und stellen sie gegenüber:

1. Es bedarf wenig, um frei zu sein.
2. Einschränkungen können sehr behindernd sein.
3. Die Welt darf sich ruhig einmal nur um einen selbst drehen.
4. Glauben und Hoffnung niemals verlieren.

Durch diese Gegenüberstellung erkennt man, dass die Songtexte gar nicht so unterschiedlicher Natur sind. Denn die Grundaussage bleibt immer gleich: Freiheit für jedermann! Und genau dies sollte jeder von uns im Leben versuchen zu erreichen.
Klar, wir müssen arbeiten gehen, um Geld zu verdienen und uns davon Unterkunft und Nahrung zu leisten. Wir müssen uns auch an Gesetze halten, die in dem jeweiligen Land, in dem wir leben, gelten.
Allerdings dürfen wir genau diese Sachen nicht ganz so Stress belastet ansehen.
Es ist so und bleibt so. Und es ist auch gut so. Denn alles würde sonst zusammenbrechen.

Nein, wir dürfen nicht an bestehenden Systemen rumbasteln und darauf schimpfen, wir müssen unsere persönliche, eigen Freiheit finden.
Wenn wir diese gefunden haben, dann, dann sind wir frei.
Do

Bild von The Gonger von Flickr unter folgender Lizenz

Innerliche Aufklärung

// 24. März 2011 // 5 Kommentare » // August and everything after

Das Leben ist manchmal hart. Auf eine ganz eigene Art und Weise.
Mir kann es eigentlich nicht besser gehen. Ich wohne mit einer Frau, die mich liebt, respektiert und so nimmt wie ich bin in einer wundervollen Wohnung. Groß, toll aufgeteilt, schön eingerichtet – alles prima.

Ich habe eine wunderbare Clique voller einzigartiger Individuen. Jeder einzelne von ihnen ist mir auf eine ganz spezielle Art und Weise sehr wichtig. Und zusammen sind wir alle einfach unschlagbar.

Ich habe außerdem noch eine absolut liebenswerte Familie. Ich liebe Euch.

Neben den wirklich spaßigen Hobbys wie Basketball spielen, Schlagzeug spielen, Rollenspiel, Theater spielen, Lateinformation tanzen, Hörspiele und Co. habe ich auch noch einen festen Job mit einem guten Verdienst, den mir keiner so schnell nehmen kann.

Dennoch: Momentan bin ich nicht zufrieden. Ich habe eine innerliche Unruhe in mir, die mich einfach in der jetzigen Situation vollkommen aus der Fassung bringt. Ich kann es nicht erklären, weiß nicht, wie lange das ganze anhält und wie ich es ändern soll.

Ich weiß woher es kommt, will aber mit keinem darüber reden. Weder mit meiner Familie, noch meiner Freundin – ich will einfach nicht.

Kennt Ihr solche Situationen, die Ihr erst einmal für Euch innerlich klären müsst, bevor Ihr es nach außen tragt? Eine Situation, die vollkommen verquer ist, die nicht in die momentane Lebenssituation passt und wobei Euch auch keiner helfen kann?
Eine Situation, die Euch mental aufheizt?
Do

Bild von h.koppdelaney von Flickr unter folgender Lizenz

Blogänderungen und Sonnenschein

// 11. März 2011 // 5 Kommentare » // August and everything after, WordPress

Nun bin ich so gut wie fertig. Ich habe heunihome ein neues Layout verpasst. Es ist das Premium-Theme Edmin von Themify.me.
Linkfarbe, Widgets und Footer wurden angepasst, ich habe Twitter und Facebook Buttons in die Einzelansicht der Artikel integriert und einige Plugins entfernt und neue hinzugenommen.
Beispielsweise ist Simple Tags rausgeflogen und dafür Efficient Related Posts hinzugekommen. Danke für den Tipp an Robert.
Das Plugin “o42-clean-umlauts” zum Konvertieren von Umlauten in z.B. ae für ä funktioniert mit WordPress 3.1 leider nicht mehr. Hat jemand eine gute Alternative? So langsam könnte WordPress das mal von Haus aus lösen finde ich.
Was noch nicht richtig funktioniert ist das “In Series” Plugin. Gibt es da auch irgendwelche anderen Ideen von Euch?

Die Über mich Seite habe ich auch mal wieder neu geformt. Der Text war schon etliche Jahre alt und etwas zu aufgebauscht. Nun ist die Seite zwar auch sehr ausführlich, aber anders…

Was noch folgt ist ein neues Logo. Dazu aber später mehr.

Die Kategorie Das Lego Leben ist von Posterous rüber zu heunihome gewandert. Dort veröffentliche ich mittwochs immer Bilde von Lego-Steinen/Figuren zu einem bestimmten Thema. Den Anfang machte Batman – Arkham Asylum, es folgen noch Horror, Star Wars uvm.

Meine Blogroll wurde ebenfalls mal wieder aktualisiert. Nur wohin ich mit meinem Amazon Wunschzettel soll, weiß ich noch nicht so genau. Er bleibt erstmal da.

Inhaltlich hat sich nichts geändert. Ich werde weiterhin über Musik, Rollenspiel, Brett- und Kartenspiele, Hörspiele und alles was mich so interessiert bloggen. Frei Schnauze sozusagen.

Und was den Sonnenschein im Titel angeht: Der soll endlich mal dauerhaft erscheinen. Und für einige Monate bleiben.
Ich liebe den Sommer.
Do

Bild von ecstaticist von Flickr unter folgender Lizenz

Der Küchenchef empfiehlt am 04.03.2011

// 4. März 2011 // Kein Kommentar » // August and everything after

Und dann noch einen recht herzlichen Glückwunsch an unseren lieben Caschy, der hat nämlich sechs jährigen Bloggeburtstag und man kann bei ihm etwas gewinnen. Mach weiter so und werde noch besser!
Do