Star Trek Review

// 22. Mai 2009 // Kategorie: Film, TV und Serien // Schlagworte: , , ,

Star Trek.
Allein dieser Name lässt die verschiedensten Gefühle assoziieren.
Vor einigen Wochen schließlich flimmerte dann der Trailer für den elften Star Trek Film über meinen Monitor und mein iPhone.
Ich dachte: “Wow, fettes Schiff.”, “Passt der Typ als Kirk?”, “Nettes Cabrio!”, “Endlich wieder Star Trek.” und “Unendliche Weiten”.
Spannung kam in mir auf. Der Regisseur J.J. Abrams, der sich für Alias und Lost auszeichnete, ist als verschwiegener Kerl bekannt, der vorher nicht viele Infos ans Tageslicht kommen lässt.
Was ich wusste war, dass Leonard Nimoy in einer Gastrolle als “der alte Spock” mitspielen wird, die Geschichte sich um die junge Mannschaft um Captain Kirk auf der Sternenflottenakademie drehen und der der Film eine neue Generation von Star Trek Filmen respektive Serien einleiten soll.
Schwieriges Unterfangen – die nächste Generation war abgetreten und eine neue Serie mit alten Charakteren?

Am 07. Mai war es dann soweit. Sechs junge, aufstrebende Sternenflottenoffiziere – Moment mal. Falsche Einleitung. Sechs junge, aufstrebende hmm, Männer hatten Karten für die Premiere von Star Trek. Ja, Star Trek, nur Star Trek, kein Untertitel. Schlicht: Star Trek.
Und was soll ich sagen: wir waren alle super heiß auf diesen Film. Die letzte Rund-SMS vor dem Film wurde teilweise mit “Beam me up, Scotty.” oder “Fahren wir morgen zusammen” beantwortet.
Schnell Popcorn und Cola geholt und sich in die letzte Reihe Mitte platziert, Trailer und Werbung angesehen und es ging los.

Nach 122 Filmminuten kann ich sagen: bisher mein absoluter Film des Jahres. Grandiose CGI, tolle Schauspieler und ein wunderbarer Leonard Nimoy. Wäre da nicht Zachary Quinto als junger Spock gewesen. Zachary Quinto hat eine Leistung abgeliefert, die jeden anderen Schauspieler in diesem Film verblassen lässt (bis auf Nimoy. Aber der hat auch mehr Übung). Quinto spielt den Spock so überzeugend, so echt, mit so viel Tiefe. Absolut fantastisch.
Verstecken muss sich der Rest des Casts aber auch nicht: Chris Pine ist der Draufgänger Kirk wie er sein sollte, spielt ihn mit Charisma und Ausdauer, Bruce Greenwood ist ein weiser und wirklich respekteinflößender Captain Pike, Karl Urban zeichnet Pille gekonnt nach und hat viele Lacher auf seiner Seite, Zoe Saldana als Uhura ist der Blickfang des Films (WUHUUUU), Simon Pegg ein absolut durchgeknallter Scotty, der in den Folgefilmen noch einige nette Szenen bereitgestellt bekommen sollte (inkl. seinem “Haustier”) und schließlich John Cho als Sulu und Anton Yelchin als Chekov machen ob kurzer Auftritte eine gute Figur. Sulu bestreitet einen netten Schwertkampf mit seinem ausklappbaren Schwert und Chekov übt das Beamen und hat so manche Schwierigkeit mit dem Computer – der ihn nicht immer so ganz versteht. Der Bösewicht Nero, von Eric Bana gespielt hat, nicht ganz so viel Tiefe bekommen wie die restlichen Figuren, gibt aber trotzdem dem Film die obligatorische böse Note und fliegt das wohl größte Raumschiff des Films. Sehenswert, absolut sehenswert.

Zu den einzelnen Szenen möchte ich nichts schreiben, da diese filmisch und nicht textlich genossen werden sollten. Nur soviel: rote Eismonster, riesige Wurmlöcher und fette Schlachten tun ihr Übriges, um Star Trek zu einem sehr guten Film zu machen.
Ich freue mich jetzt schon, 2011 den zwölften Star Trek Film zu sehen, J.J. Abrams wird wieder eine Bombe abliefern.

Bleibt die Frage, ob man eine Serie daraus machen kann? Sicherlich, durch die Story des Films ist das Star Trek Universum durcheinander gewirbelt worden, dennoch glaube ich, haben all diese Schauspieler ein noch größeres Potential als in diesem Film gezeigt und besitzen die Möglichkeit, die Franchise Star Trek neu zu beleben. Ich hoffe darauf.

Fazit: 10/10 Punkten. Ansehen und Spaß haben.
Lebe lang und in Frieden!
Do

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