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Interview: Volker von DRUMSIGNS

DRUMSIGNS Logo

1. Hallo Volker, Du stellst bedruckte Bass-Drum-Frontfelle für Schlagzeuger her. Wie kamst Du dazu?
Ich wollte in den späten 90ern / Anfang 2000 selbst Logos auf meine Frontfelle haben und keiner konnte mir da wirklich weiterhelfen. Oder wollte es. Also hab ich selbst lange rumprobiert bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.
Daraufhin haben mich befreundete Drummer angesprochen, ob ich nicht auch Logos für sie machen könnte.
Und da zu dieser Zeit mein Zivildienst zu Ende ging und mir Freitags gesagt wurde, dass ich Montags meinen neuen Job in einer Werbeagentur nicht antreten könnte, da sie jetzt notgedrungen einen alten Geschäftspartner einstellen, musste ich mir schnell was anderes überlegen. Also selbständig gemacht und los ging es.

2. Ist das mittlerweile Dein Hauptverdienst und wenn nein, wie viel Zeit steckst Du in die Arbeit für DRUMSIGNS?
Ich mach das jetzt im 11. Jahr und DRUMSIGNS ist schon die ganze Zeit mein Hauptverdienst!
Jedoch gab es in den ersten Jahren noch andere Zweige wie zum Beispiel den Drumtech Service, den ich aber auf Eis gelegt habe, da das hier alles sonst überhaupt nicht regelbar ist.

3. Welche Frontfelle waren Dir bisher die Liebsten?
Jedes Fell das den Drummer happy macht! Wenn ich das Fell irgendwo auf Bildern oder in Videos sehe, freue ich mich noch etwas mehr :)

4. Welche erwähnenswerte Sonderwünsche gab es?
Da fällt mir jetzt auf Anhieb nichts ein, was mir wirklich den Schlaf geraubt hätte.
Mal abgesehen von den knappen Lieferterminen :-)

5. Wie stellt man sich die Arbeit an Fellen vor? Was sind die einzelnen Schritte, vom Bestellen zum Versenden des Fells?
Da das ganze hier ein 1-Mann Betrieb ist, mach ich alles selbst:
E-Mails / Beratung / Angebot / Kundenkontakt
Zahlungen verbuchen / Rechnungen schreiben
Grafiken erstellen bzw. bearbeiten
Zur Freigabe an den Kunden senden
Felle fertigen
Fotografieren
Paketscheine drucken
Felle verpacken
Pakete dem Paketdienst übergeben
Social Media / Website Updates
Material Bestellungen etc.
Artist Relation

Volker Träuptmann

6. Wie lange brauchst Du für das Fell normalerweise und wie lange für wirklich dringende Bestellungen?
Das kommt immer auf viele Faktoren an:
1. Ist das gewünschte Fell an Lager
2. Ist die Grafik bereits verwendbar
3. Kommunikation mit dem Kunden
Wenn alles zusammenspielt, kann ein einfarbiges Fell auch mal innerhalb eines Tages raus und ein mehrfarbiges innerhalb von zwei bis drei Tagen.

7. Gibt es eine Band / einen Künstler, dem Du gerne mal ein Drumfell herstellen würdest?
Jede Band, die versucht, sich einen Namen zu erspielen und auf die Bühnen der Welt möchte!

8. So ganz persönlich: Wer sind Deine Musikhelden?
KISS. Damit fing alles an in den 90er Jahren… Mit Eric Singer an den Drums, über den ich dann auch auf Alice Cooper aufmerksam wurde.
Dann natürlich viele Klassiker wie Aerosmith, Led Zeppelin, The Who, Elvis, GNR, usw.

9. Mal eine rein Schlagzeug-technische Aufgabe: Stelle Dein Traum-Drumset zusammen
24×14″ Bass Drum
13×9″ Tom
16×16″ Floor
18×16″ Floor
Maple / Mahagony

14×6,5″ Snare / Messing

14″ Hi Hat
21″ Ride
18″ / 19″ Crash
16″ China
Cowbell

10. Zu guter Letzt: Was macht das Schlagzeug so faszinierend?
Für mich ist es das Zentrum der Bühne. Das eine Set steht die ganze Zeit dort. Der Mittelpunkt des Ganzen sozusagen. Als Trommler bist Du der Motor des Ganzen, übernimmst Verantwortung und hältst das Ganze zusammen. Wie ich immer wieder feststelle, gibts auch viele Bands, deren Chef der Trommler ist, der das Ganze im Blick hat und Entscheidungen trifft. Auf und hinter der Bühne…
Und mal im ernst: Wo kannst du sonst noch auf Sachen einschlagen? :-)

Weitere Infos zu DRUMSIGNS und Volker Träuptmann auf DRUMSIGNS.de

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Träumen ist schwer

Als Leidenschaft bezeichnet man etwas, für das man brennt, für das man alles gibt und für das man tief im eigenen Inneren einen großen Raum zur Verfügung stellt. Träume sind etwas, das man sich über alles wünscht, wo man dem Unrealistischen Flügel verleiht und wo man sich fallen lässt. Leidenschaft und Träume liegen nah beieinander. Doch träumen ist schwer.

Denn wer in einem Land wie Deutschland einen Traum hat, der an gewissen Normen vorbeigeht, hat es grundsätzlich schwer, diese zu verwirklichen. Unmöglich ist nichts. Und der weit verbreitete Satz “Wer an sich glaubt, schafft es auch” ist zwar vollkommen korrekt, aber dennoch vollkommen falsch. Denn wer an sich glaubt und alles dafür gibt, dass ein Traum in Erfüllung geht, hat immer noch Stolpersteine im Weg, manchmal sogar Berge, die einfach zu schwer zu erklimmen sein könnten.

Ein Mann träumt davon, Schreiner zu werden. Er macht die Schule fertig, sei es mit oder ohne Abitur, sucht sich eine Ausbildungsstelle und wird Schreiner. So einfach geht es zwar nicht, aber es ist leichter als das zweite Beispiel. Eine Frau träumt davon, Musikerin zu werden. Sie lernt ein Instrument, gründet eine Band, verschafft sich regionale, kleine Auftritte und steckt viel hart verdientes Geld (eines Nebenjobs) in die Musik. Doch Plattenfirmen, Konzertveranstalter, Labels – alle wollen daran verdienen, falls, ja falls sie die Band überhaupt in ihr Portfolio aufnehmen. Beim Künstler kommt zwar in gewissen Maßen Geld an – doch die Musik zum Beruf machen – dafür reicht es meist nicht, also wie soll dies gehen? Auf regulärem Wege gibt es da nichts – man muss es sich erarbeiten. Was auch gut ist und so sein soll, denn harte Arbeit führt meist zu guten Ergebnissen – aber dennoch werden hier mehr Stolpersteine aufzufinden sein, als beim Schreinerlehrling.

Manche Träume sind nun mal etwas schwerer zu verwirklichen als andere und Geld ist dabei der härteste Gegner. Deshalb fordere ich alle, die sich angesprochen fühlen, dazu auf: Lasst die Künstler träumen und helft ihnen, diese Träume zu verwirklichen. Es lohnt sich. Und alle Künstler sollen hart an sich arbeiten um gute Kunst zu liefern. So geht beides wie ein Zahnrad ineinander über und wird zu einem tollen, großen Ganzen.

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Liebe

Ein Gedicht. Mich hat die Muse geküsst. Was macht denn Liebe aus? Was muss man auf dem Weg zu ihr alles überstehen? Welchen Dingen begegnet man? Der Versuch einer Antwort.

Liebe

Was ist Liebe? Liebe findet.
Was ist Liebe? Liebe bindet.
Liebe bindet alle Menschen.
Liebe findet kleine Türen.
Liebe sagt dir ganz direkt:
Lass uns uns mal wiederhören.

Was ist Liebe? Liebe flucht.
Was ist Liebe? Liebe bucht.
Bucht dir einen Flug ins Tiefe.
Und sie schreibt dir fesche Briefe.
Über sich, also die Liebe,
und ihre ganzen Diebe.

Erster Dieb wäre die Trauer.
Wegen der man bauen muss die Mauer,
die einen schützt, man glaubt es nicht,
vor dem blöden Bösewicht,
der gestohlen hat das Herz,
und verursacht hat den Schmerz.

Zweiter Dieb ist Freundchen Hoffnung,
die mit einem flotten Hechtsprung,
alles Leuchtende einsaugt,
egal ob’s für die Sache taugt.
Das Objektive wird gestohlen,
heimlich und auf leisen Sohlen.

Verstand ist unser dritter Dieb,
dessen Boden gleicht dem eines Sieb,
alles rinnt hindurch und kommt abhanden.
man kann noch nicht mal korrekt landen,
auf dem Weg, der einen führen soll,
direkt zur Liebe, wundervoll.

Weltbekannt ist Dieb Nummer Vier,
die Liebe selbst, in ganz eigener Manier,
tritt auf, je nach Laune: Forsch und schnell,
oder langsam und traditionell.
Sie klaut Gefühle, aber Vorsicht!
Denn sie ist ein eigenes Gedicht.

Denn egal was vorher auch gewesen ist,
die Liebe lohnt sich, man vergisst,
all’ den Ärger und den Trubel.
Man gerät in einen feinen Strudel,
den man nie verlassen will,
Arm in Arm, die laute Welt wird still.

Was ist Liebe? Alles eben.
Wie ist Liebe? Wie ein Beben.
Und die Diebe? Sind genial.
Denn sie schubsen geradeaus,
und mit tosendem Applaus,
empfängt man Liebe. Diese Liebe.

Liebe © 2014 – Dominik “Heuni” Heinrichs

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Der Küchenchef empfiehlt am 20. März 2014

Man muss mehr verlinken. Die Bloglandschaft ist schön bunt und breit gefächert, so dass man einiges zu lesen hat. Tolle Geschichten, Reiseberichte, Lustiges, Nerdkram und Rezensionen geben so eine schöne Mischung ab, dass für jeden etwas dabei sein sollte.

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